1. Ausgabe der
Öko-Mitteilungen von 1978
Made by Öko-Institut
Buchprojekt zm 25
jährigen Jubiläum
Achim Steiner
Executive Director of the United Nations Environment Programme (UNEP)
„Der globale Klimawandel und
der weltweit wachsende Verbrauch knapper und oft endlicher Ressourcen: Dies sind nur zwei Beispiele für die großen
Herausforderungen, denen wir uns beim Thema Nachhaltigkeit stellen müssen. Doch die Liste ist natürlich noch viel
länger. Deshalb kommt einer unabhängigen Forschungseinrichtung wie dem Öko-Institut eine besondere Rolle zu. Wir
benötigen sehr dringend engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit kreativen Ideen an der Lösung
der drängenden Probleme beteiligen. Das Öko-Institut hat seit 30 Jahren eine herausragende Rolle in der europäischen
Nachhaltigkeitsforschung und -beratung gespielt. Ich bin absolut davon überzeugt, dass es in Zukunft seinen Einfluss
noch vergrößern wird. Denn eines ist klar: Selbst wenn wir als globale Gemeinschaft die großen Herausforderungen
derzeit einigermaßen bewältigen können. Wir wissen, dass uns in der Welt von morgen noch sehr viele neue
Herausforderungen erwarten.“
Rebecca Harms
Mitglied des Europäischen Parlaments
„Zufall war es nicht, dass wir Wendländer uns im Februar 1977 in
der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg gegen Gorleben zusammengetan haben und dass nur kurz darauf das Öko-Institut
gegründet wurde. 1977 war das Jahr, in dem wir nach Brokdorf, Grohnde, Kalkar und Malville reisten, das Jahr der großen
Proteste gegen den atomaren Wahn. Castorbehälter, Steinsalz und Molasseton, Verstopfungsstrategie oder nicht,
Atomkonsens- oder Nonsens, Ein-Endlagerkonzept oder Schacht Konrad, Regierungsferne oder Nähe, Atomkraft und Klima,
Pflanzensprit, Kohlenstoffabscheidung, Effizienzrevolution: Was für Themen und was für eine Debatte mit und um und vom
und gegen und für das Öko-Institut! Die dreißig Jahre mit ihren Höhen und Tiefen mit Euch Ökos möchte ich nicht missen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann reden und schreiben sie noch 2020…... Chapeau!“
Dr. Annette Schavan
Bundesministerin für Bildung und Forschung
„Hiermit möchte ich Ihrem Institut die besten Glückwünsche
zum 30-jährigen Bestehen übermitteln. Mit der Gründung des Öko-Instituts haben Sie dazu beigetragen, dass sich in
Deutschland eine problemorientierte transdisziplinäre Forschungslandschaft etabliert hat, die wir heute dringlicher
denn je benötigen, um den Herausforderungen an eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung gerecht zu werden. In
diesem Sinne wünsche ich Ihrem Institut für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.“
Tanja Gönner
Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg
„Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung für
die Umweltpolitik. Dabei wird der Paradigmenwechsel in der Umweltpolitik besonders augenfällig: Es greift häufig zu
kurz, nur ein Umweltziel konsequent zu verfolgen. Interessenkonflikte mit anderen umweltrelevanten Gesichtspunkten
werden vielmehr zunehmend sichtbar und machen es notwendig, sorgfältig abzuwägen und Kompromisslösungen zu finden.
Die erneuerbaren Energien sind zwar ein Schlüssel zur Minderung der Treibhausgasemissionen. Im Konkreten entstehen
jedoch Interessenkollisionen:
Die verstärkte Nutzung von Biomasse kann zu ausgedehnten Monokulturen mit Energiepflanzen und einem Verlust der Biodiversität führen,
der Ausbau der Wasserkraft führt zu Eingriffen in die Gewässerökologie,
die Windkraft steht im Konflikt mit Naturschutz und Landschaftspflege,
um nur einige Beispiele zu nennen. Daraus ergeben sich zahlreiche interessante und spannende Forschungsfelder. Ihre weitere Aufarbeitung kann wichtige Hilfestellung für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Umweltpolitik ergeben.“
Anja Köhne
zweite Vorstandssprecherin Öko-Institut und Vorstandsmitglied Germanwatch
„Das Öko-Institut heute wird getragen von einer breiten Forschungsfamilie: Gründungsmitglieder, die seit 30
Jahren am Öko-Institut arbeiten, die nach-Mauerfall-Berufsgeneration, vom Geist von Rio Inspirierte, Menschen, die
jünger sind als das Institut selber. "Number Cruncher" und politische Unternehmer, Unternehmensberater und
Bewegungsfreunde. Immer solide, immer scharf, immer wieder innovativ, immer internationaler. Und immer auch Inspiration
und Vergnügen in der Begegnung - politisch, menschlich. Weiter so, viel Glück & Mut: die nächsten 30 Jahre
deutscher, europäischer undglobaler Umwelt- & Gerechtigkeits-Politik versprechen viel (Denk)Arbeit
undUmbruch."
Ernst Schwanhold
Leiter des BASF-Kompetenzzentrums Umwelt, Sicherheit und Energie
„Mit der Gründung in den siebziger
Jahren war das Öko-Institut seiner Zeit voraus: Ökologische Fragestellungen rückten erst langsam in den Blickpunkt der
breiten Öffentlichkeit. In den vergangenen 30 Jahren hat sich das Institut mit vielen Themen immer wieder an die Spitze
der fachlichen Diskussion gestellt: häufig unbequem, gelegentlich auch mit fragwürdiger Zielrichtung – aber immer
als Bereicherung.
Ich wünsche mir, dass das Institut seine Expertise weiterhin in die gesellschaftliche Diskussion einbringt. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Spannungsfeld ökologischer Herausforderungen und ökonomischer Notwendigkeiten zu. Ich freue mich, dass wir mit dem Öko-Institut erfolgreich bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsinstrumenten wie der Ökoeffizienz-Analyse zusammenarbeiten. Wir schätzen das Know-how des Instituts, erlauben uns weiterhin kritische Äquidistanz und wünschen den engagierten Mitarbeitern auch für die Zukunft viel Erfolg.“
Reiner Metzger
stellvertretender Chefredakteur der taz
„Nach der Gründung der taz war das Öko-Institut quasi ein
Grundpfeiler ihrer Berichterstattung: Endlich gab es Experten, denen die umfangreiche Ökoszene traute. Im
umwelttechnischen Großkampfjahr 1986 war das Öko-Institut praktisch täglich in der Zeitung zitiert, Tschernobyl,
Pestizide im Rhein oder Sondermüll-Verbrennungsanlagen bewegten die Bürger. Natürlich ließ sich der hohe
Aufmerksamkeitsgrad für die Umweltthemen nicht über Jahrzehnte konstant halten. Doch nun ist das Thema wieder top - und
wir fragen immer noch gern das Öko-Institut. Wen sonst?”
Dr. Wolfgang Gawrisch
Chief Technology Officer (CTO) Forschung/Technologie und Vorsitzender Sustainability Council,
Henkel
„Weltweit werden Unternehmen wie Henkel zunehmend auch an ihrem Beitrag zu einer nachhaltigen
Entwicklung gemessen. Nachhaltige Entwicklung ist eine globale Herausforderung, die wir nur gemeinsam mit allen
Interessengruppen erreichen können. Gefragt von Unternehmen sind regionale Lösungen für die jeweils spezifischen
Bedürfnisse. Denkfabriken wie das Öko-Institut leisten hierzu wichtige Beiträge. Wir wünschen uns auch weiterhin vom
Öko-Institut konstruktive Impulse – für eine lebenswerte Zukunft.“
Dr. Angelika Zahrnt
Vorsitzende des BUND
„30 Jahre – bei individuellen Lebensläufen wird es danach oft ruhiger und
etablierter und realistischer. Das ist o.k. Bei institutionellen Lebensläufen sollte das nicht so sein –
zumindest wünsche ich dem Öko-Institut, dass es bei aller Praxisnähe das Visionäre nicht verliert, dass es bei aller
Anerkennung auch den Mut zum Anecken hat, dass wirtschaftlicher Erfolg ideelle Ziele nicht verdrängt, dass bei aller
Diversifizierung der Partner es eine special relationship zur Umweltbewegung gibt. Alles Gute für 30+!”
Dr. Dieter Salomon
Oberbürgermeister der Stadt Freiburg
„Der Widerstand gegen das AKW Wyhl hat vor 30 Jahren den Anstoß
für die Gründung des Öko-Instituts gegeben. Es war Ausdruck eines berechtigten Misstrauens gegenüber der Atomlobby und
hat die Basis für eine atomkritische Wissenschaft eröffnet.
Für Freiburg ist das Öko-Institut ein Glücksfall. Es berät die Stadtpolitik als Gutachter und gibt wichtige Anstöße. In der aktuellen Debatte zum Klimaschutz trägt das Freiburger Handlungskonzept die Handschrift des Öko-Instituts. Für diese Zusammenarbeit danke ich und wünsche dem Institut eine weiterhin erfolgreiche Arbeit!“
Prof. Dr. Andreas Troge
Präsident des Umweltbundesamtes
"Ich danke dem Öko-Institut für seine engagierte und fachlich
fundierte Beratung - die die politische Realisierbarkeit der Vorschläge nie außer Acht ließ. Das Institut hat dem
Umweltbundesamt wichtige Unterstützung gegeben. Ich wünsche dem Öko-Institut, dass es seinen Gründungsgedanken
weiterhin so engagiert und erfolgreich wie bisher vertritt!"
Dr. Thomas Jahn
Leiter des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
„30 Jahre konsequent gesellschaftliche
Verantwortung ernst nehmen, 30 Jahre mit Biss die Schnittstelle Wissenschaft und Politik gestalten, 30 Jahre begehbare
Pfade für eine nachhaltige Gesellschaft aufzeigen – von einer politischen Initiative zur anerkannten Institution.
Herzlichen Glückwunsch! Mein Wunsch: Das Öko-Institut auch weiterhin als verlässlicher Partner in der
sozial-ökologischen Forschung, als Quell guter Ideen mit nachhaltiger Wirkung.“
Thomas Korbun
wissenschaftlicher Geschäftsführer am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
„30 Jahre
Öko-Institut, das sind 30 Jahre Pionierarbeit in der angewandten Umweltforschung und Beratung. Die Impulse des
Instituts haben nachhaltige Veränderungen ausgelöst: in Umweltforschung, Politik - und bei vielen Einzelnen. Ganz
persönlich: mein Berufswunsch wurde Ende der 1980er Jahre durch das Vorbild der engagierten Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler des Öko-Instituts geprägt. Deshalb freue ich mich auf die Fortsetzung der Erfolgsstory - herzlichen
Glückwunsch!“