Wer Mitglied werden möchte, kann sich ganz unkompliziert an das Institut wenden und das Online-Formular ausfüllen:
Ihr Engagement bei uns wird doppelt belohnt! Jedes neue Mitglied erhält von uns ein Strommess-Gerät. So merken Sie schnell, welches Elektrogerät in Ihrem Haushalt zu viel Strom verbraucht. Mit effizienten Geräten und optimaler Nutzung kann ein Durchschnittshaushalt bis zu 400 kWh Strom im Jahr und damit 80 € sparen. So haben Sie den jährlichen Mitgliedsbeitrag im Öko-Institut schon heraus. Und Sie tun zusätzlich etwas für die Umwelt!
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Spenden sind steuerlich abzugsfähig.
Ilsemarie Schönherr, 79 Jahre, Haufrau und Großmutter, aus Lorsch, seit 29 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was prägt Sie in Ihrem Leben?
Zerstörung der Landschaft durch Versiegelung der Böden; Begradigung der Bäche, Abbau statt Ausbau der Schienen; Zunahme
der Entropie.
Was erhoffen Sie sich von Ihrer Mitgliedschaft beim Öko-Institut?
Wiederherstellung des Stoffkreislaufs, des Schienenverkehrs; Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs; Einzelhandel wieder
im Ort und nicht auf der „grünen Wiese“.
Gibt es ein Schlüsselereignis für Ihr Engagement im Umweltschutz?
Bereits 1938 gab es
einen Film des Alpenvereins zu den Folgen durch die Begradigung der Bäche im Allgäu.
Ute Finckh-Krämer, 51 Jahre, Mathematikerin aus Berlin, seit fünf Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützen Sie das Öko-Institut?
Wegen des Sonnenschiffs.
Was machen Sie heute in zehn Jahren?
Ich arbeite immer noch in der Informationstechnik und bin immer noch ehrenamtlich in der Friedenspolitik engagiert. Ich
bin dabei dem Ziel, ein politisches Umdenken weg vom Einsatz des Militärs in Krisen- und Konfliktregionen hin zu
professionellem zivilem Engagement für konstruktive Konfliktbearbeitung (im Sinne der Initiative "Vorrang für
Zivil") zu erreichen, ein ganzes Stück näher gekommen.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Dass ich mit meinem Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung viele Verbündete habe, im
kirchlichen wie im nichtkirchlichen Bereich.
Harald Klimenta, 41 Jahre, Autor und Referent aus Regensburg, seit 19 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützen Sie das Öko-Institut?
Weil es selbst viele Jahre nach seiner Gründung
immer wieder eine wichtige Vorreiterrolle im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung spielt und man viele Dokumente online
als pdf findet.
Was machen Sie heute in 10 Jahren?
Wie gegenwärtig auch mich dafür engagieren, dass Menschen sich als Teil einer kritischen Zivilgesellschaft verstehen
und sich deshalb organisieren und zu Wort melden - bei Attac, bei Gewerkschaften, beim Öko-Institut oder anderen
kritischen Initiativen.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Dass in der gegenwärtigen Krise der Idealtypus vom geldgeilen Egozentriker zerbröselt und wieder häufiger die Rede von
einer Gesellschaft ist, die Probleme nur gemeinsam lösen kann. Das macht die Bewältigung der großen Umweltprobleme
überhaupt erst wahrscheinlich.
Uta Löckenhoff, 73 Jahre, Professorin im Ruhestand, mittlerweile ehrenamtlich im Vorstand des Sozialdienstes Katholischer Frauen tätig, seit 26 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was schätzen Sie besonders an der Arbeit des Öko-Instituts?
Die Zähigkeit und
Gründlichkeit, mit der das Institut wissenschaftliche Themen bearbeitet. Auch die finanzielle Unabhängigkeit. Vor allem
die Grundeinstellung, die im Gründungsmotto zum Ausdruck kommt: „Wir können nur hoffen, wenn wir selbst
handeln.“ Ich schätze sehr, dass sich das Öko-Institut selbst für Themen entscheidet und keine
„Ablassforschung“ betreibt.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Lesen, wandern, ehrenamtliche Arbeit, Engagement für
eine junge Familie als Patin, Kontakte mit Freunden, Besuch kultureller Veranstaltungen und zum Teil
Gemeinderatssitzungen. Denken gehört meist dazu.
Was sind die wichtigsten Zukunftsaufgaben?
Dr. Erhard Eppler, 82 Jahre, Bundesminister a.D., seit 31 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Dass ich vor meinen Enkeln bestehen kann.
Wie sind Sie zum Öko-Institut gekommen?
Wahrscheinlich ist das Öko-Institut zu mir
gekommen, denn ich habe schon versucht, ökologische Politik zu machen, ehe es das Institut gab.
Welches Wissen über die Umwelt möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Dass
unsere Erde ein Wunder im Weltall ist, möglicherweise ein einzigartiges, das zu ruinieren ein Verbrechen wäre.
Josef Lehnen, 51 Jahre, Angestellter in der Verwaltung eines Krankenhauses, seit 17 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was schätzen Sie besonders an der Arbeit des Öko-Instituts?
Die Unabhängigkeit von Großunternehmen der Industrie und deren Verbands- und Lobbyorganisationen, die Orientierung am
Gemeinwohl, die Politikberatung und fachlich fundierten Expertisen, die Zielrichtung der Zukunftsfähigkeit,
Umweltverträglichkeit, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Wissenschaftler innerhalb des Instituts, mit anderen
Instituten, auch auf europäischer und internationaler Ebene.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ohne Auto, radfahrend zum sportlichen Ausgleich, um gesund und fit zu bleiben, auch für Erledigungen im Alltag. Sonst
benutze ich bei Reisen die Bahn oder andere öffentliche Verkehrsmittel; Mitarbeit in der Lokalen Agenda Göppingen,
Arbeitskreis „Klima und Energie“.
Was sind für Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben?
Zukunftsfähige, ökologisch verträgliche Lösungen suchen für eine stetig wachsende Weltbevölkerung, also trotz Wachstums
weniger Schadstoffe produzieren und endliche Ressourcen gerecht verteilen. Energieeffizienz, konsequenter Ausbau
erneuerbarer Energien, Atomausstieg, weil Entsorgung des strahlenden Atommülls eine tickende Zeitbombe mit
unkalkulierbaren Risiken für uns und die nachfolgenden Generationen darstellt und der Weiterbetrieb unverantwortlich
ist. Weltweite Reduktion der Pestizide in der Landwirtschaft durch Forschung, Förderung und Ausbau von lokal
angepassten ökologischen Anbauverfahren unter Verzicht auf Gentechnik. Umfassend und verständlich zu den
Forschungsergebnissen informieren, uns allen transparente Entscheidungshilfen geben.
Andreas Quincke, 47 Jahre, evangelischer Pfarrer aus Markdorf (Bodensee), seit 19 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was ist Ihr Lebensmotto?
Ich lebe in Verantwortung vor Gott und meinen Mitmenschen. Ich
möchte so leben, dass ich möglichst wenig auf Kosten von anderen lebe, dass kein anderer leiden oder in Armut leben
muss, damit ich hier in Wohlstand leben kann.
Warum unterstützen Sie die Arbeit des Öko-Instituts?
Ich finde es wichtig, dass ein
unabhängiges und kompetentes Institut Fragen zu Ökologie und Umwelt erforscht. Außerdem finden die Ergebnisse des
Öko-Instituts immer wieder Gehör bei den Politikern. Die Informationen des Öko-Instituts sind oft sehr lesenswert.
Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Erfolge im Umweltschutz?
Die Einspeisevergütung für Solarstrom, die Energiesparverordnung, das Verbot der Agrogentechnik.
Dr. Angelika Zahrnt, Diplom-Volkswirtin, Ehrenvorsitzende Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., aus Neckargemünd, seit 30 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützten Sie das Öko-Institut?
Weil wir unabhängige Forschungsinstitute
brauchen, die mit innovativen Methoden neue Fragestellungen angehen – und dies mit einer Zielsetzung und
Werteorientierung: Die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten.
Was machen Sie heute in 10 Jahren?
Hoffentlich weiter an einem „Zukunftsfähigen Deutschland“ arbeiten und mich an Familie, Natur und Kultur
freuen.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Die persönliche Erfahrung, dass wissenschaftliche
Konzepte, politische Ideen und gesellschaftliche Initiativen Realität werden können – und dass dies manchmal auch
unerwartet schnell gehen kann.
Alexander Schoch, 53 Jahre, Gewerkschaftssekretär aus Waldkirch, seit 7 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was ist Ihr Lebensmotto?
Mit Humor geht alles besser! Fange nicht an, aufzuhören! Höre nicht auf, anzufangen!
Warum unterstützen Sie die Arbeit des Öko-Instituts
Um wissenschaftliche Grundlagen und
Handlungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung zu bekommen, die insbesondere politischen Entscheidungsträgern
Handlungsalternativen, aber auch Zukunftskonzepte aufzeigen.
Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Erfolge im Umweltschutz?
Die Sensibilisierung
dafür, dass die Erhaltung der Lebensgrundlagen Ausgangspunkt und Basis sind für unsere Zukunftsfähigkeit. Wir haben die
Reduzierung der Artenvielfalt und der Lebensräume jedoch bis heute nicht stoppen können, wir haben aber regionale
Erfolge beim Artenschutz durch strengere Umweltgesetze bzw. Auflagen erzielt (Wasser, Luft, Boden).
Vielen Menschen wird heute deutlicher, dass Nachhaltigkeit, für wirtschaftliches Handeln und die Sicherung des sozialen Wohlstands sein muss. Dabei muss es jedoch darum gehen, die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit des Planeten zur Grundlage allen politischen Handelns zu machen.
Dies gerade vor dem Hintergrund des außer Rand und Band geratenen Finanzkapitalismus, der dazu geführt hat, dass ökologische und soziale Kosten auf die Natur und das Gemeinwesen abgewälzt wurden.
Es wurde gerade auch durch die Arbeit vom Öko-Institut erkannt, dass es eben nicht reicht, die Dinge nur ökologisch zu
betrachten. Man muss auch immer sehen, was das für die Menschen bedeutet und auch welche Folgen zum Beispiel die
gegenwärtige Depression für die Chancen der Umsetzung einer ökologischen Politik haben.
Bei der Hilfe für die Bankenwelt müssten Kriterien von nachhaltiger Risikobewertung und nachhaltiger Geldanlage
eingehalten werden, das heißt zinsgünstige Kredite nur für ethisches Investment, für ökologische und soziale
Investitionen.
Julia Thiele, 25 Jahre, Studentin der Politikwissenschaft, Medienwissenschaft, Anglistik, seit einem
Jahr Mitglied im Öko-Institut.
Was prägt Sie in Ihrem Leben?
Soziales Engagement ist sehr bewundernswert. Menschen, die
sich für andere einsetzen und aktiv für eine ökologischere Welt kämpfen sind große Vorbilder für mich. Sie erinnern
mich daran, was wichtig ist im Leben und dass ich etwas bewegen kann. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
Was erhoffen Sie sich von Ihrer Mitgliedschaft beim Öko-Institut?
Im Alltag ist es
manchmal schwierig, sich ausgiebig zu informieren. Durch die Zeitschrift eco@work und Projekte wie EcoTopTen erhoffe ich mir, regelmäßig über die neusten
technologischen Entwicklungen, Studien oder Forschungsergebnisse auf dem Laufenden gehalten zu werden.
Gibt es ein Schlüsselereignis für Ihr Engagement im Umweltschutz?
Als Kind habe ich mich mit Freunden im Rahmen der Aktion „Rettet die Wale“ von Greenpeace engagiert und
Wale zu meinen Lieblingstieren erklärt. Es war vielleicht kein Schlüsselereignis, aber unser Einsatz hat mir viel Spaß
gemacht und seither möchte ich mich für den Umweltschutz einsetzen.
Dr. Armin Schöch, 33 Jahre alt, Diplom-Physiker in der optischen Messtechnik von Halbleiter-Objektiven bei der Carl Zeiss SMT AG, aus Blaustein bei Ulm, seit drei Jahren Lebensmitglied im Öko-Institut.
Was ist Ihr Lebensmotto?
Man kann alles erreichen, wenn man sich anstrengt und
kontinuierlich auf das gesteckte Ziel hinarbeitet. Dabei sollte man seine eigenen Prioritäten setzen, auch wenn diese
von der Gesellschaft als unkonventionell betrachtet werden.
Warum unterstützen Sie die Arbeit des Öko-Instituts?
Umwelt-, Energie- und
Verbraucherschutz-Themen müssen von einem unabhängigen Forschungsinstitut untersucht und beurteilt werden und die so
gewonnenen Ergebnisse in die Politik einfließen. Die Unabhängigkeit von industriellen Auftraggebern und die vielfältige
Kompetenz seiner Mitarbeiter ist eine große Stärke des Öko-Instituts.
Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Erfolge im Umweltschutz?
Internationale Abkommen
wie das Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozon-Schicht oder das Kyoto-Protokoll haben wichtige Erfolge erreicht.
Katalysator und das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind Beispiele wie in Deutschland wichtige Beiträge zum Umweltschutz
erst durch gesetzliche Vorgaben erfolgreich umgesetzt wurden.
Bettina Meyer, 45 Jahre, Referentin im Umweltministerium Schleswig-Holstein, seit 16 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was ist ihr Lebensmotto?
Es kommt oft anders als man denkt und plant - und auch Wunder
geschehen immer wieder.
Warum unterstützen Sie die Arbeit des Öko-Instituts?
Am Öko-Institut schätze ich besonders
die engagierte ökologische Orientierung in Verbindung mit anwendungsorientierter, fundierter Forschung. Weiter
so!
Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Erfolge im Umweltschutz?
Der größte notwendige Erfolg muss noch passieren - in der internationalen Klimapolitik. Dort wird hoffentlich - oder
besser endlich - in diesem Jahr in Kopenhagen ein Meilenstein auf dem weiten Weg zu einer CO2-freien Gesellschaft
gesetzt.
Rainer Hagendorf, 49 Jahre, Umweltschutztechniker, tätig in der Fahrradbranche, aus Wedel bei Hamburg, seit 14 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was prägt Sie in Ihrem Leben?
Das Bewußtsein, dass es zahlreiche drängende Umweltprobleme
gibt, bedrückt mich und prägt mich im Umgang mit anderen Menschen, zumal mit mehr Vernunft aller Menschen viele
Probleme lösbar wären. Auch die wachsende soziale Ungerechtigkeit in Deutschland, die Kranke und Schwächere zunehmend
ausgrenzt, finde ich für ein reiches Land wie Deutschland beschämend.
Was erhoffen Sie sich von Ihrer Mitgliedschaft beim Öko-Institut
Die Aufgabe des
Öko-Institutes besteht für mich ebenso wie für ähnliche Organisationen darin, die Missstände aufzudecken und gegenüber
den in Wirtschaft und Politik Verantwortlichen auf eine Verbesserung zu drängen.
Dabei geht es nicht selten darum, alternative Konzepte zu erarbeiten und vorzulegen. Dies möchte ich mit meiner Mitgliedschaft ein klein wenig unterstützen, auch wenn ich nicht wirklich viel Spendengelder zur Verfügung stellen kann.
Gibt es ein Schlüsselereignis für Ihr Engagement im Umweltschutz?
Ein Autounfall, nach dem
mir erst bewusst wurde, wie gefährlich es eigentlich ist, ein KFZ zu fahren. Darüber hinaus eine Zeit der
Arbeitslosigkeit, die ich durch Engagement im Umweltschutz sinnvoll nutzen konnte.
Claudia Leibrock, 44 Jahre, Referentin für Agrarpolitik und Landsoziologie in der Landvolkshochschule der Evangelischen Kirche im Rheinland in Altenkirchen (Westerwald), seit sechs Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Die Ziele des Konziliaren Prozesses für
Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, die in der Agenda 21 aufgenommen wurden und letztes Jahr ihren
Niederschlag in der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ gefunden haben.
Wichtig ist mir, meinen Lebensstil immer wieder an diesen Zielen zu orientieren ohne dabei die Freude am Leben zu
vergessen.
Wie sind Sie zum Öko-Institut gekommen?
Im Zuge meiner Tätigkeit habe ich mich intensiv mit der Agro-Gentechnik auseinandergesetzt und dabei auch immer wieder
auf Arbeiten des Öko-Institutes zurückgegriffen. Um diese Arbeit zu unterstützen, bin ich 2003 Mitglied geworden.
Leider gibt es die Arbeit speziell zur Agro-Gentechnik beim Öko-Institut nicht mehr.
Welches Wissen über die Umwelt möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Das Eingreifen in Kreisläufe erzeugt oft eine unübersehbare Zahl von Veränderungen. Wir müssen daher sehr behutsam und
vorausschauend mit unserer Mitwelt umgehen.
Rolf Disch, 65 Jahre, Solar-Architekt aus Freiburg, seit 16 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Charakterisieren Sie sich in drei Schlagworten.
Nicht nur reden. – Machen! (Das waren vier …)
Warum sind Sie Mitglied beim Öko-Institut?
Weil man wichtige Umweltziele nur gemeinsam durchsetzen kann.
Was wünschen Sie sich für die Welt von morgen?
Hannelore Gloger, 49 Jahre, Gymnasiallehrerin für Physik und Biologie, aufgewachsen in Stuttgart, wohnhaft in Künzelsau im Hohenlohekreis, seit 19 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützen Sie das Öko-Institut?
Das Öko-Institut hat sich einen Ruf als unabhängiges, wissenschaftlich orientiertes Institut erworben. Gerade bei
komplexen Umweltfragen ist mir eine möglichst nüchterne, rationale Herangehensweise wichtig, um nicht nur von
Lobbyisten oder Politikern als Informationslieferanten abhängig zu sein.
Was machen Sie heute in 10 Jahren?
Entweder habe ich mich so an das Lehrerinnensein
gewöhnt, dass ich immer noch junge Leute in die Grundgedankenwelt der Naturwissenschaften einführe oder ich genieße
bereits die Zeit nach der regelmäßigen Berufstätigkeit. Dann werde ich mich noch mehr um Musik, Sport und Geselligkeit
kümmern und hoffentlich noch mehr Zeit für persönliches Engagement in meinem Lebensumfeld haben.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Ehrlich gesagt kann ich mit der Formulierung
„Hoffnung für die Zukunft“ nicht viel anfangen. Ich denke, dass sich die Menschen und alle Lebewesen nach
den Regeln der Evolution weiterentwickeln. Und das ist gut so.
Sebastian Becker, 30 Jahre, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei EPEA Internationale Umweltforschung GmbH, aus Hamburg, seit zwei Jahren Mitglied beim Öko-Institut.
Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen - mit einer gewissen Mixtur aus
sozialem Engagement, exzentrischer Kreativität, pädagogischer Wirkung
und ökologisch, nachhaltigem Aktivismus. Viele bewusste Momente, die
ich mit meiner Tochter, Familie und Freunden verbringen kann.
Wie sind Sie zum Öko-Institut gekommen?
Durch Internetrecherche und dem Bedürfnis nach Information und
Engagement im ökologischen Sektor.
Welches Wissen über die Umwelt möchten Sie an die nächste
Generation weitergeben?
Die Schönheit der Umwelt ist bei jedem Wald-Spaziergang zu erleben.
Nur das wirkliche Zeit-Verbringen in der Natur kann einem die
Verbundenheit fühlen lassen, dafür reichen Bilder und Worte allein
nicht aus.
Dr. Guntram Ehrlenspiel, 63 Jahre, Diplom-Forstwirt aus Freiburg, seit 25 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützen Sie das Öko-Institut?
Die Ökologie-Bewegung braucht eine unabhängige
wissenschaftliche Grundlage auf den verschiedensten Themenfeldern. Das Öko-Institut hat hier unverzichtbare Beiträge
geleistet und soll es weiterhin tun.
Was machen Sie heute in 10 Jahren?
Ich hoffe, auch in 10 Jahren noch konkrete, kleine
Projekte im Interesse von Nachhaltigkeit und Völkerverständigung unterstützen zu können.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Umwelt und Nachhaltigkeit waren vor 30 Jahren
noch belächelte Exoten-Themen. Heute sind sie immerhin in aller Munde. Und es gibt über den gottlob erfolgten
Einsatz von Technik hinaus auch Ansätze, den Lebensstil zu ändern.
Andreas Wienkamp, 45 Jahre, Diplom-Physiker aus Minden (Westfalen), seit 11 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was ist ihr Lebensmotto?
Trotz der globalen Probleme und Aufgaben nicht den Mut
verlieren. Ich wünsche jedem Menschen, Glück und Sinn im Leben und seinen Weg zu finden.
Warum unterstützen Sie die Arbeit des Öko-Instituts?
Die Menschheit hat ein großes Potential, intelligent und kreativ Probleme zu lösen. Profitgier, Lobbyismus und
Machtgelüste untergraben weltweit Demokratie und Frieden. Mit meiner Unterstützung des Öko-Institutes will ich einen
Beitrag leisten, Risiken und Chancen von Technologien frühzeitig zu erkennen.
Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Erfolge im Umweltschutz?
Der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland setzt das richtige Signal und öffnet neuen umweltverträglichen
Technologien den Weg. Hoffentlich wird bald weltweit verstanden, dass das Verbrennen von fossilen Energieträgern keine
Zukunft mehr hat.
Dr. Gudrun Kuhn, 61 Jahre, aus Nürnberg, seit 28 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Charakterisieren Sie sich in drei Schlagworten.
Lebensfroh, an Wissenschaft interessiert,
kritische Christin.
Warum sind Sie Mitglied beim Öko-Institut?
Weil ich als Geisteswissenschaftlerin selbst nichts beitragen kann zu einer herrschaftsfreien, unabhängigen
naturwissenschaftlichen Forschung und Technologie.
Was wünschen Sie sich für die Welt von morgen?
Dass sie morgen noch weiter existiern
kann!
Susanne Grube, 51 Jahre, Biologin aus Westerstede, seit zweieinhalb Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Charakterisieren Sie sich in drei Schlagworten.
Verantwortungsvolles Handeln gegenüber der
Natur und der Welt als Lebensgemeinschaft. Mit Freude engagiert. Unverbesserlicher Glaube an den gesunden
Menschenverstand.
Warum sind Sie Mitglied beim Öko-Institut?
Wissen erleichtert verantwortungsvolles
Handeln, ökologisches Wissen schafft die Grundlage für das Überleben aller Kreaturen dieser Erde. 25 Jahre hat ein
Flyer vom Öko-Institut alle meine Umzüge mitgemacht. Da wurde es Zeit, auch Mitglied zu werden.
Was wünschen Sie sich für die Welt von morgen?
Ein bisschen mehr …
... Begreifen der ökologischen Zusammenhänge bei jedermann;
... Verantwortung für eine intakte Natur als notwendige Lebensgrundlage für alle;
... Glaube daran, dass es einen guten gemeinsamen Weg von Ökologie und Ökonomie gibt;
... Liebe bei allem, was man tut, weil das Leben dann mehr Spaß macht und natur- und lebensverträglicher wird.
Clemens Deilmann, 54 Jahre, Architekt in Dresden, in der Forschung tätig, seit 20 Jahren Mitglied im Öko-Institut und seit kurzem auch Lebensmitglied.
Charakterisieren Sie sich in drei Schlagworten.
Ich gehe den Dingen gerne auf den Grund,
möchte wissen, warum die Welt so ist, wie sie ist, ob sie nicht auch anders sein könnte. Ich bin davon überzeugt, dass
wir die Lebensbedingungen verbessern können, ohne die „Reproduktionsfähigkeit“ der Natur und unserer
Gesellschaft zu gefährden.
Warum sind Sie Mitglied beim Öko-Institut?
Das Öko-Institut ist für mich ein Anwalt für
die Umwelt, da es mit seiner Forschung das Wissen über die Zusammenhänge von menschlichem Handeln und Umwelt mehrt.
Obwohl ich selbst in der umweltorientierten Forschung tätig bin, unterstütze ich gern auch meine Forscher-Konkurrenz,
wenn sie für ähnliche Zwecke kämpft.
Was wünschen Sie sich für die Welt von morgen?
Ich wünsche mir, dass wir die notwendigen
globalen Verteilungskrisen um Wohlstand, Macht und Ressourcen friedlich bewältigen, dass wir die Qualität materieller
Bescheidenheit „entdecken“, solange uns ein abfallfreies Wirtschaften verwehrt bleibt.
Dr. Walter Witzel, 60 Jahre, Lehrer am Gymnasium, von 1992 bis 2006 Mitglied des Landtags Baden-Württemberg und energiepolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE, seit 2006 Landesvorsitzender des Bundesverbands Windenergie in Baden-Württemberg, seit 31 Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützen Sie das Öko-Institut?
Die 70er Jahre waren geprägt durch den Streit um
die Atomenergie und insbesondere den Kampf gegen das Atomkraftwerk Wyhl. Ein solcher Streit ist nur zu gewinnen, wenn
auch die Arbeit atomkritischer Wissenschaftler unterstützt wird. Das wollte ich mit meinem Beitritt unterstützen. Sehr
wichtig waren und sind für mich auch die Arbeiten des Öko-Instituts zur Energiewende.
Was machen Sie heute in zehn Jahren?
Offiziell bin ich dann im Ruhestand, aber ein Rückzug
ins rein Private ist nicht geplant. Ich hoffe, dass ich auch in zehn Jahren noch Kraft und Schwung habe, mich für eine
nachhaltige Energiepolitik einzusetzen.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Der Ausbau der erneuerbaren Energien in den
letzten 15 Jahren war ein großer Erfolg. Er zeigt, dass weitreichende Änderungen in Richtung Nachhaltigkeit möglich
sind. Das gibt mir Hoffnung.
Johannes Delfmann, 59 Jahre, IT-Administrator, seit vier Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was schätzen Sie besonders an der Arbeit des Öko-Instituts?
Das Öko Institut richtet
besonderes Augenmerk auf die Umwelt bei allen Projekten. Es werden umweltverträgliche Forschungen betrieben.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Lesen, Motorradfahren, Internet und leider viel zu oft
vor dem Fernseher.
Was sind für Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben?
Weg von den umweltzerstörenden
Verfahren in allen Disziplinen. Sicherung des Lebensstandards aller Bevölkerungsschichten.
Volker Oberle, 59 Jahre, Diplom-Verwaltungswirt aus Offenburg, seit sechs Jahren Mitglied im Öko-Institut.
Was schätzen Sie besonders an der Arbeit des Öko-Instituts?
Die unabhängige Forschung als Beitrag zu einer umweltschonenden und nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Meine Freizeit verbringe ich mit Sport, Lesen, Theater, Konzert.
Was sind für Sie die wichtigsten Zukunftsaufgaben?
Klimaschutz, Umweltschutz, gesellschaftspolitisches Umdenken im Sinne eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Wichtig ist mir in meinem Leben, etwas zu bewegen, Dinge zu tun, die dem Gemeinwohl nützen und langfristig Sinn machen.
Wichtig sind mir aber auch meine Familie und meine Freunde, ohne die ich nicht die Kraft für meinen Beruf hätte.
Wie sind Sie zum Öko-Institut gekommen?
Über mein erstes Studium der Umwelttechnologie Mitte der 70er Jahre interessierte ich mich für verschiedene Fragen des
Umweltschutzes und der Ökologie. Bereits während dieses Studiums stieß ich auf das Öko-Institut und war von der
kritischen, aufrichtigen Grundhaltung bei gleichzeitiger Sachkompetenz angetan.
Welches Wissen über die Umwelt möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Ökonomie
und Ökologie schließen sich - langfristig gedacht - nicht aus, sondern sind zwei Seiten einer Medaille. Mir ist es ein
großes Anliegen, von der momentanen Fixierung auf kurzfristige ökonomische Erfolge wegzukommen und auch in unserem
Wirtschaftssystem Langfristperspektiven zu etablieren.
Prof. Dr. Jürgen Jahnke, 69 Jahre, Psychologe, Hochschullehrer im Ruhestand, aus Buchenbach bei Freiburg, seit 25 Jahren Fördermitglied im Öko-Institut.
Was prägt Sie in Ihrem Leben?
Die frühen Jahre im „Naturpark Steinhuder Meer“,
wie der Landstrich heute heißt, haben mich wohl mehr geprägt, als ich lange wahrhaben wollte. Ich hatte dann das Glück,
Weite und Ruhe der Landschaft auch im Schwarzwald wiederzufinden.
Was erhoffen Sie sich von Ihrer Mitgliedschaft beim Öko-Institut?
Ich will durch meine Mitgliedschaft eine unbestechliche, unabhängige ökologische Gewissensinstanz unterstützen, die mit
Sachverstand und wissenschaftlicher Kompetenz zu umweltpolitischen Fragen Stellung nimmt und darüber öffentlich
informiert.
Gibt es ein Schlüsselereignis für Ihr Engagement im Umweltschutz?
Der erste „autofreie Sonntag“ in den 70er-Jahren und die Tschernobyl-Katastrophe 1986 waren Impulse, denen
ich nicht ausweichen konnte. Diese Erlebnisse haben mich zum konsequenten Radfahrer und Energiesparer werden lassen und
mich dazu angeregt, sowohl in kommunalpolitischen Ämtern als auch in meinem Beruf in der Lehrerausbildung immer wieder
ökologische Probleme zu thematisieren.
Gerhard Etzien, 58 Jahre, Superintendent und gelernter Theologe aus Herford, seit 27 Jahren Fördermitglied im Öko-Institut.
Warum unterstützen Sie das Öko-Institut?
Angeregt wurde meine Mitgliedschaft durch
Begegnungen mit Prof. Dr. Günter Altner und den ökumenischen Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der
Schöpfung. Ich unterstütze das Institut, weil das Institut mich unterstützt.
Was machen Sie heute in zehn Jahren?
Nach zwölf Jahren Gemeindepfarramt, acht Jahren theologischer Leitung von Haus Reineberg und zwölf Jahren
Superintendentur im Kirchenkreis Herford werde ich ab 2009 als Personal-Coach beratend für Leitungskräfte tätig
werden.
Was gibt Ihnen Hoffnung für die Zukunft?
Dreierlei gibt mir Hoffnung für die Zukunft: mein Prius von Toyota, der Lebensmut meiner vier Kinder, "Yes,
we can".
Was prägt Sie in Ihrem Leben?
Ich denke, die Vorstellung, dass man häufig zu glauben genötigt wird, zu dem, was wenige Interessierte wollen, gäbe es
keine Alternative. Alternativen mögen zwar nicht immer sofort sichtbar sein, aber es gibt sie. Man muss sich jedoch die
Mühe machen, sie zu finden. Ich tendiere eher zum Selbstdenken, denn zum Hinnehmen.
Was erhoffen Sie sich von Ihrer Mitgliedschaft beim Öko-Institut?
Ich möchte mit dem Öko-Institut daran arbeiten, eine „Integrierte Berichterstattung” über den Erfolg oder
den Öko-Zuwachs eines Unternehmens einzuführen und allgemein zugänglich zu machen. Damit sollen viele Institutionen
angeregt werden, dieses ökonomische Instrument einzusetzen. Grundlage dafür ist die Initiative der UmweltBank.
Gibt es ein Schlüsselereignis für Ihr Engagement im Umweltschutz?
Ein Schlüsselereignis
waren für mich die Fragen der Weinbauern um Freiburg nach den Folgen des Baus des Atomkraftwerks Whyl. Die Fragen nach
den Folgen für ihre Existenz, nach der Sicherheit des Umgangs mit radioaktivem „Abfall” sowie nach der
unvermeidlichen Verknüpfung der friedlichen mit einer militärischen Nutzung der Atomenergie, das waren und sind für
mich die Gründe für mein Engagement für den Umweltschutz. Wenn das Öko-Institut im Jahre 1977 nicht gegründet worden
wäre, hätten Alternativen für die Energiepolitik kaum aufgezeigt werden können, weil sich die Experten mehr oder
weniger auf der Seite der herrschenden Wissenschaft befunden hätten. Dies hat sich nicht zuletzt dank der Arbeit des
Öko-Instituts inzwischen geändert.
Sabrina Malter, aus Hockenheim, 28 Jahre, Studentin Environmental Decision Making an der Open University und Chemielaborantin, seit vier Jahren Fördermitglied beim Öko-Institut.
Charakterisieren Sie sich in drei Schlagworten.
Weltverbessererin, Optimistin, Genießerin.
Warum sind Sie Mitglied beim Öko-Institut?
Die Arbeit des Öko-Instituts finde ich besonders wichtig. Komplexe Zusammenhänge werden deutlich gemacht und
Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Dadurch ist das Öko-Institut wichtiger Impulsgeber für die Gesellschaft und hilft
mir auch persönlich so zu handeln, wie ich es für richtig halte.
Was wünschen Sie sich für die Welt von morgen?
Ich wünsche mir Menschen, die ihre eigenen Werte leben – ohne Ausreden, Ausflüchte und Verdrängen. Menschen, die
sich in all ihren Rollen – ob als Konsumenten, Bürger, Politiker oder Unternehmer – der Verantwortung ihres
Handelns bewusst sind und Zusammenhänge erkennen. Darüber hinaus wünsche ich mir eine Bildung, Forschung und Presse,
die uns dabei helfen. Und Energie, Spaß,
Optimismus und Kreativität dabei, all die konkreten Missstände zu beheben!
Nicola Moczek, 44 Jahre, Umweltpsychologin und Bundesgeschäftsführerin der BUNDjugend, seit fünf
Jahren Mitglied und zudem seit drei Jahren ehrenamtlich Vorstandsmitglied im Öko-
Institut.
Was ist Ihr Lebensmotto?
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Warum unterstützen Sie die Arbeit des Öko-Instituts?
Mich faszinieren insbesondere die Projekte EcoTopTen, Green Goal und Carbon Footprint. Bei diesen geht es darum,
alltagstaugliche Handlungsempfehlungen für ganz normale Menschen zu entwickeln und erfolgreich zu kommunizieren. Im
Öko-Institut habe ich viele kennen gelernt, die hervorragende Experten sind – ohne abgehoben im Elfenbeinturm zu
sitzen. Das gefällt mir, hier engagiere ich mich gerne.
Was sind Ihrer Ansicht nach die größten Erfolge im Umweltschutz?
Als Umweltschützer waren wir lange Zeit Spielverderber, lustfeindlich, verschroben, nicht ernst genommen. Jetzt sind
wir auf einmal Vorreiter, haben Lebensqualität, Genuss, Gesundheit und Glück. Unsere Botschaft ist also angekommen. In
den nächsten zehn Jahren wird sich ein nachhaltiger Lebensstil in den westlichen Ländern durchsetzen. Davon bin ich
überzeugt.
Franz Untersteller, 51 Jahre, Mitglied des baden-württembergischen Landtags, seit 28 Jahren Mitglied und seit fünf Jahren zudem ehrenamtlich Vorstandsmitglied im Öko-Institut.
Was ist Ihnen in Ihrem Leben wichtig?
Vor allem zwei Dinge: Meine Familie, zu der neben meiner Frau Brigitte meine beiden 22- und 19-jährigen Kinder Florian
und Maike gehören. Darüber hinaus, dass ich mit meiner beruflichen bzw. politischen Karriere im Gebiet Umwelt- und
Energiepolitik ein wenig dazu beitragen kann, das Prinzip des nachhaltiges Wirtschaftens zu einem Grundpfeiler unseres
Gemeinwesens zu machen.
Wie sind Sie zum Öko-Institut gekommen?
Im Rahmen meines Studiums am Fachbereich Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur war ich 1980 zunächst für ein
halbes Jahr als Praktikant am Öko-Institut. Im Anschluss daran war ich für einige
Monate noch wissenschaftlicher Mitarbeiter in Freiburg. Seit dieser Zeit bin ich aktives Mitglied, seit 2003 zudem
Vorstandsmitglied des Öko-Instituts.
Welches Wissen über die Umwelt möchten Sie an die nächste Generation weitergeben?
Mit Blick auf das globale Wirtschaften kann man derzeit manchmal den Eindruck gewinnen, als hätten wir noch eine
weitere Erde, auf die wir nach der Ausplünderung unserer natürlichen Ressourcen auswandern könnten. Die große
Herausforderung unserer und der nächsten Generation ist es, die Voraussetzungen für ein die „Grenzen des
Wachstums” respektierendes Zusammenleben auf unserem Planeten zu schaffen.