23.02.2006
Große Sport-Events: Wie kann auch die Umwelt punkten?
Öko-Institut und Deutsche Sporthochschule Köln erarbeiten Leitfaden für Veranstalter und Organisatoren
Ob
Leichtathletik, Fußball oder Formel 1, ob Ski-Alpinrennen oder Mountainbiking, Sportgroßveranstaltungen ziehen
jedes Jahr Millionen von Zuschauern an. Längst geht es dabei nicht mehr nur um den Sport. In Verbindung mit
Kultur und Medien entwickeln sich diese Veranstaltungen zu echten Groß-Events. Die Kehrseite der Medaille: Viel
Abfall und Verkehr, ein enormer Bedarf an Wasser und Energie. Doch wie groß sind die Folgen für die Umwelt
tatsächlich? Und wie können sie schon durch eine gute Planung im Vorfeld verringert werden? Diese Fragen
beantworten Wissenschaftler des Öko-Instituts e.V. und der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln jetzt im Auftrag
des Umweltbundesamtes. Ihre Ergebnisse werden sie in einem Leitfaden für umweltfreundliche
Sportgroßveranstaltungen bündeln – ein Ratgeber für die Praxis, der sich vor allem an die Organisatoren zum
Beispiel Kommunen und Sportverbände wendet.
„Der Event-Charakter von großen Sportveranstaltungen wächst stetig und damit auch die Umweltproblematik.
Wie groß die ist, hat bisher allerdings kaum jemand quantitativ untersucht“, erläutert Projektleiter Martin
Schmied vom Öko-Institut, „Und auch Ratgeber, wie Folgen für die Umwelt schon im Vorfeld durch eine
geschickte Planung minimiert werden können, gibt es nur für einzelne Sportarten oder spezielle Veranstaltungen,
für Sportvereine oder Sportstätten. Ein systematischer Leitfaden für Sportgroßveranstaltungen fehlt
dagegen.“ Das soll sich jetzt ändern.
Die WissenschaftlerInnen des Öko-Instituts und des Instituts für Natursport und Ökologie der DSHS Köln können
dabei auf eigene Vorarbeiten zurückgreifen. Gemeinsam erstellten sie bereits das Umweltkonzept für die Bewerbung
Leipzigs für die Olympischen Spiele 2012. Im Auftrag des Organisationskomitees hat das Öko-Institut außerdem
Green GoalTM entwickelt, das Umweltkonzept für die FIFA WM 2006TM (Lesen Sie dazu auch den anschließenden
Newsletterbeitrag.)
Die wissenschaftliche Basis für den Leitfaden, der ganz konkrete Handlungsempfehlungen geben wird, ist einerseits
eine umfangreiche Stoffstromanalyse, mit der die Umweltauswirkungen quantitativ bilanziert werden. Mit Hilfe der
Stoffstromanalyse können die WissenschaftlerInnen zum Beispiel bestimmen, welche Sportveranstaltung den meisten
Abfall verursacht oder bei welcher der Wasserverbrauch am höchsten ist. Schlägt der Aspekt Mobilität am stärksten
zu Buche oder ist der Energieverbrauch am gravierendsten? Wie unterscheiden sich die Umweltauswirkungen von
Veranstaltungen in Hallen oder Stadien, in der Natur oder in Ballungsräumen, bei traditionellen oder
Event-Sportarten, bei nationalen oder internationalen Wettbewerben? Parallel dazu wird die DSHS die ökologischen
Auswirkungen auf die Natur untersuchen, wenn möglich quantifizieren und entsprechende Kriterien zur ökologischen
Ausrichtung entwickeln.
Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen im Leitfaden richten sich einerseits nach dem Typ der Veranstaltung
und andererseits danach, welche Umweltaspekte besonders relevant sind. „Wenn zum Beispiel 80 Prozent der
Treibhausgase bei der Fußball-WM durch den Bereich Mobilität verursacht werden, wird auch hier der Schwerpunkt
der Maßnahmen gesetzt“, erläutert Schmied, „Natürlich untersuchen wir auch, was Veranstalter und
Organisatoren bereits jetzt unternehmen oder planen, um die Umweltauswirkungen zu verringern.“
Damit die Ergebnisse der Studie nicht graue Theorie bleiben, sondern im großen Stil in die Praxis umgesetzt
werden, setzen die WissenschaftlerInnen auch auf eine breite Kommunikation. So werden unter anderem
Der Leitfaden für die umweltgerechte Ausrichtung von großen Sportveranstaltungen wird voraussichtlich im Herbst
2006 in Deutsch und Englisch veröffentlicht. kk
Diesen Beitrag lesen Sie auch auf
Englisch.
Ansprechpartner:
Martin Schmied
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Bereich Infrastruktur & Unternehmen
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Grüne Tore bei der Fußball-WM
Ziele des Umweltkonzepts Green Goal™ werden in manchen Stadien sogar übertroffen
In rund drei
ein halb Monaten ist es so weit: Am 9. Juni wird das erste Fußball-WM-Spiel in München angepfiffen und auch die
Aktivitäten im Rahmen von Green Goal™, dem vom Öko-Institut e.V. erarbeiteten Umweltkonzept der FIFA
Fussball-Weltmeisterschaft™, laufen auf Hochtouren. Ein Hauptanliegen von Green Goal™ ist es nicht
nur, die Umweltbelastungen durch die WM in den Bereichen Wasser, Abfall, Energie und Verkehr vor Ort um
mindestens 20 Prozent zu senken. Die Umweltauswirkungen werden auch über Investitionen in den Klimaschutz
außerhalb Europas ausgeglichen. Im Ergebnis wird die FIFA WM 2006™ dadurch klimaneutral veranstaltet.
„Green Goal™ hat bundesweit großen Anklang gefunden“, sagt Dr. Hartmut Stahl, Projektleiter am
Öko-Institut. „Die Zielvorgaben werden in manchen Stadien sogar übertroffen.“ Doch wie wird Green
Goal™ vor Ort in die Praxis umgesetzt? Zwei Beispiele.
EMAS in Nürnberg
Den Umweltschutz in den alltäglichen Betrieb zu integrieren, ist das Ziel der Betreiber des Frankenstadions in
Nürnberg. Das Stadion hat sich daher dem systematischen Umweltprüfungsverfahren EMAS unterzogen – mit
Erfolg. Ende Januar erhielt das Stadion das offizielle EMAS-Zertifikat, als erstes in Europa. Bei der offiziellen
Verleihung meinte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf gegenüber der Presse: „Nürnberg ist das
umweltfreundlichste Stadion der WM. Zudem beeinflusst der Umweltschutz heutzutage die Betriebskosten positiv.
Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit sind nicht mehr die alten Rivalen.“ Die Abkürzung EMAS steht
für „Eco-Management and Audit Scheme“, ein EU-weites freiwilliges Umweltmanagement zur Verbesserung
des betrieblichen Umweltschutzes – eine Art Umwelt-TÜV. Für das Frankenstadion heißt das: Die Betreiber
orientieren sich bei betrieblichen Entscheidungen an ökologischen Maßstäben. Ob die selbst gesteckten Ziele
erreicht werden, wird im Rahmen von EMAS auch nach der Fußball-WM regelmäßig kontrolliert und durch unabhängige
Gutacher geprüft.
Die Nürnberger engagieren sich vor allem in den Bereichen Energie und Wasser:
Insgesamt kommt das Frankenstadion damit auf eine Einsparung von rund 10 000 Kubikmetern Wasser. Der
Trinkwasserverbrauch sinkt um 50 Prozent.
Solarstrom in Dortmund
Dortmund hofft nicht nur auf viele Tore während der Fußball-WM, sondern auch auf viel Sonne. Denn seit November
sind die Westfalenhallen, das zukünftige Medienzentrum während der Fußball-WM, in Deutschlands Fußballwelt der
größte Produzent von Solarstrom. Die Photovoltaikanlagen erzeugen jährlich 550 000 Kilowattstunden
umweltfreundlicher Energie. Die Kapazität der Anlage reicht aus, um den Energiebedarf der sechs in Dortmund
stattfindenden Spiele und den des Medienzentrums zu decken. Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien,
Eurosolar, würdigte das Engagement im Rahmen von Green Goal™ Anfang Dezember 2005 mit dem Europäischen
Solarpreis.
Doch die Dortmunder setzen nicht nur auf Solarenergie. Weitere Aktivitäten sollen die Ziele von Green Goal™
unterstützen.
Auch nationale Förderer engagieren sich
Nicht nur in Stadien und WM-Städten wird Green Goal™ umgesetzt. Auch die Förderer und Sponsoren im Land
engagieren sich für die Umwelt. So wird der Energieversorger EnBW insgesamt 13 Millionen Kilowattstunden Strom
aus regenerativen Quellen zur Verfügung stellen. Dies entspricht dem Energiebedarf, den Stadien, Medienzentren
und Hospitality-Bereiche in den vier Wochen der WM haben werden. Allerdings können die Stadien nicht direkt mit
diesem Strom beliefert werden, da es Verträge mit eigenen Stromanbietern gibt. Das Öko-Institut hat daher in
Zusammenarbeit mit EnBW und FIFA eine „Substitutionslösung“ entwickelt: Zwischen Januar und Juni 2006
werden die 13 Millionen Kilowattstunden Ökostrom in das normale deutsche Netz eingespeist und dem Stromverbrauch
der WM zugeordnet.
Die Deutsche Bahn AG, als ein weiterer Sponsor und Unterstützer von Green Goal™, hat ein spezielles
Ticket-Angebot für WM-Besucher bereitgestellt: Seit Dezember letzten Jahres kann sich der umweltbewusste
Fußballfan das „Weltmeister-Ticket“ oder den „Weltmeister-Pass“ zulegen. Das
„Weltmeister-Ticket“ bringt Inhaber von Eintrittskarten zu einem WM-Spiel günstig ans Ziel. Der
„Weltmeister-Pass“ ist eine Netzkarte und gilt für die Zeit der WM deutschlandweit im gesamten Nah-
und Fernverkehr. 6000 Journalisten mit WM-Akkreditierung fahren sechs Wochen lang gänzlich umsonst im gesamten
Streckennetz der Bahn. Zudem ist jeder Spieler der Fußball-Nationalmannschaft seit November Besitzer einer
Bahncard 100. Die Nationalelf kann damit bis September 2006 kostenlos in allen Zügen der Deutschen Bundesbahn
fahren. Bereits während des Confederation Cups im vergangenen Jahr hatte die Mannschaft für die Fahrt von
Frankfurt nach Köln den ICE genutzt. Teammanager Oliver Bierhoff, der stellvertretend für alle Spieler die
Bahncard in Empfang nahm, meinte hierzu: „Wir waren pünktlich, schnell und komfortabel unterwegs. Dieses
Erlebnis wollen wir gerne wiederholen und daneben einen aktiven Beitrag für Green Goal leisten.“
Green Goal™ als Vorbild für sportliche Großveranstaltungen
Green Goal™ zieht auch außerhalb
Deutschlands seine Kreise. So erarbeitet das österreichische Ökologie-Institut derzeit ein ähnliches Konzept für
die Europameisterschaft 2008 im eigenen Land. Dass Green Goal™ immer aufmerksamer verfolgt wird, ist auch
der Präsentation des Umweltkonzeptes auf dem UN-Klimagipfel in Montreal im Dezember und der UN-Konferenz für
Umwelt und Sport in Nairobi im November vergangenen Jahres zu verdanken. Im Januar dieses Jahres präsentierte Dr.
Hartmut Stahl Green Goal™ auf der Greening-Events-Konferenz in Wien. Greening Events ist eine
Umweltinitiative im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft, die das Ziel hat, europäische
Großveranstaltungen nachhaltiger zu gestalten. ka
Die Homepage des Öko-Instituts hat Green Goal™ einen eigenen Schwerpunkt gewidmet. Lesen Sie hier. Weitere Informationen finden Sie auch auf der
offiziellen Green Goal™-Homepage.
Diesen Beitrag lesen Sie auch auf
Englisch.
Ansprechpartner:
Dr. Hartmut Stahl
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Bereich Infrastruktur & Unternehmen
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Effizient kochen und backen – auch bei steigenden Energiepreisen
Neue EcoTopTen-Marktübersicht zu Herden und Backöfen / Marktübersicht zu Autos aktualisiert
Nicht nur
schmecken soll es beim Kochen und Backen, auch die Strom- oder Gasrechnung soll die Suppe nicht versalzen. Gut
beraten ist da, wer auf Gas setzt. „Denn kochen und backen mit Gas ist nicht nur kostengünstiger, sondern
auch umweltfreundlicher als mit Strom“, erläutert Dr. Ulrike Eberle vom Öko-Institut. Der Grund: Bei der
direkten Nutzung von Gas zur Wärmeerzeugung sind die Energieverluste nur etwa halb so hoch wie bei der Nutzung
von Strom. „Wer zu Hause bereits einen Gasanschluss hat, für den könnte ein Gasherd eine lohnenswerte
Anschaffung sein“, sagt Dr. Ulrike Eberle. Wer dagegen keine Möglichkeit zum Kochen mit Gas hat, findet
alternativ bei EcoTopTen eine Übersicht über besonders effiziente Elektroherde. Welche dies sind und welche
Kriterien sie erfüllen müssen, erfahren VerbraucherInnen ab sofort aus der neuen Marktübersicht online unter
www.ecotopten.de/prod_kochen_prod.php.
„Bisher gibt es noch keine Norm zur Messung des Energieverbrauchs von Gasherden“, erklärt Dr. Ulrike
Eberle, „und damit leider auch keine zuverlässige Datenbasis zur vergleichenden Bewertung unterschiedlicher
Gerätemodelle.“ Anders sieht es bei Elektroherden aus. Unter Umweltgesichtspunkten können diese an der so
genannten Energieeffizienzklassifizierung unterschieden werden, die bislang allerdings nur für Backöfen, nicht
jedoch für Kochfelder existiert. EcoTopTen empfiehlt Elektrobacköfen der Energieeffizienzklasse A.
Die EcoTopTen-Marktübersicht bietet eine Auswahl an effizienten Standherden, Einbauherden mit und ohne Kochfeld
sowie Einbaubacköfen. Im genormten Backgang verbrauchen sie bei Umluftbetrieb maximal 0,79 Kilowattstunden Strom.
Alle Geräte müssen mindestens mit den Grundfunktionen Heiß- oder Umluft, sowie mit Ober- und Unterhitze
ausgestattet sein. Bei Herden und Backöfen, die bereits mit integriertem Kochfeld angeboten werden, empfiehlt
EcoTopTen nur Kochfelder mit Gasbrenner oder aus Glaskeramik, weil diese energiesparender als gusseiserne
Kochplatten sind. EcoTopTen informiert darüber hinaus über eine Auswahl weiterer Betriebsarten und über das
Vorhandensein von Sicherheitsfunktionen wie Kindersicherung, dreifach verglaste Backofenaußentüren oder
Sicherheitsabschaltung.
Sechs Standherde, sechs Einbauherde mit integriertem Kochfeld, 16 Einbauherde ohne Kochfeld sowie 26
Einbaubacköfen erfüllen die EcoTopTen-Kriterien. Alle empfohlenen Herde und Backöfen sind energieeffiziente
Spitzenprodukte. Die jährlichen Gesamtkosten der EcoTopTen-Geräte dürfen maximal zehn Prozent über den
durchschnittlichen jährlichen Gesamtkosten der A-Klasse-Geräte liegen, die im Rahmen der Herstellerabfrage
ermittelt wurden. Die zum Teil deutlichen Preisunterschiede erklären sich unter anderem durch Unterschiede in der
Ausstattung, vor allem hinsichtlich der Betriebsarten oder Sonderfunktionen. Da die jährlichen Gesamtkosten
hauptsächlich durch den Kaufpreis bestimmt werden, sollten VerbraucherInnen bereits vor dem Kauf überlegen,
welche Funktionen ihnen wichtig sind.
Übrigens: Gerade beim Kochen und Backen kommt es nicht nur auf die Wahl des Gerätes an, sondern auch auf die
Nutzung. Denn wer clever kocht, kann den Energieverbrauch und damit seine Strom- oder Gasrechnung noch einmal
deutlich senken. Tipps dazu, die vollständige EcoTopTen-Marktübersicht und weitere Informationen rund um das
Thema Herde und Kochen & Backen gibt es im Internet unter www.ecotopten.de/produktfeld_kochen.php.
Bereits im Januar aktualisiert wurde die Marktübersicht zu umweltfreundlichen Sparautos bei EcoTopTen. Lesen Sie
hier. Weitere
interessante Downloads finden Sie unter www.ecotopten.de/download.php.
EcoTopTen ist eine groß angelegte Initiative für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die
das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an
hochwertigen so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus
Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden
zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte
erleichtern. Sie finden sie im Internet auf www.ecotopten.de unter der Rubrik „Produktempfehlungen“. Bis Ende 2006 folgen zehn
weitere Marktübersichten, die nächste zu Flachbildschirmen.
Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die
EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung
Zukunftserbe. Medienpartner ist das Monatsmagazin „natur&kosmos“, das kontinuierlich über
EcoTopTen und die neuesten Marktübersichten berichtet. Im aktuellen Märzheft heißt es zum Thema
Geschirrspülmaschinen: „5:1 für die Maschine.“ Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert
werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung(at)ecotopten.de. kk
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Ansprechpartnerinnen:
Dr. Ulrike Eberle
Projektleiterin Kathrin
Graulich
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
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Endlagerstandort-Suche: Die Bevölkerung muss mit eingebunden werden
Öko-Institut erarbeitet Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung
Ob Deponie oder Industrieanlage, Flughafenerweiterung oder ICE-Trasse: Überall, wo solche Anlagen gebaut werden
sollen, sind Konflikte vorprogrammiert. Weil die Betroffenen vor Ort zu wenig informiert oder unzureichend an den
Verfahren beteiligt werden, mangelt es an der nötigen Akzeptanz. Die Folge: Verfahren ziehen sich in die Länge,
auf Gutachten folgen Gegengutachten, die Verunsicherung in der Bevölkerung wächst. Das alles kostet viel Zeit und
Geld und kann soweit führen, dass die Umsetzung des gesamten Projekts in Frage gestellt wird. Seit einigen Jahren
gibt es daher in Europa verstärkt Impulse, die Öffentlichkeit früher und stärker als bisher in die
Entscheidungsfindung mit einzubinden. Dies betrifft auch das Auswahlverfahren für einen Endlagerstandort für
radioaktive Abfälle. Im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz erarbeitet das Öko-Institut e.V. dazu jetzt
ein Konzept.
Die Kernfrage lautet: Welche Anforderungen müssen an die Gestaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung im
Endlager-Auswahlverfahren gestellt werden, um im Entscheidungsprozess zu mehr Transparenz und Akzeptanz zu
gelangen? Das Konzept wird von einem interdisziplinären Team des Öko-Instituts erarbeitet und adressiert
verschiedene derzeit diskutierte Verfahrensschritte zur Realisierung eines Endlagers für radioaktive Abfälle in
Deutschland.
Bei der Entwicklung des Konzepts legen die ExpertInnen des Öko-Instituts unter anderem viel Wert auf den Input
von Praktikern, Wissenschaftlern und Stakeholdern. Der Konzeptentwurf wird daher bereits in einem frühen Stadium
einem ausgewählten Fachkreis in einer Diskussionsrunde vorgestellt. Der Entwurf des Gesamtkonzepts soll in einem
zweiten Schritt in einer Fachkonferenz auf breiter Ebene diskutiert werden. Dabei werden sowohl Beteiligte aus
verschiedenen Großvorhaben wie Behörden, Antragsteller, Standortkommunen und Verbände als auch deren Berater
sowie Wissenschaftler, die über Erfahrung mit Öffentlichkeitsbeteiligung verfügen, einbezogen.
Die Ergebnisse der auf zwei Jahre angelegten Arbeiten werden voraussichtlich Mitte 2007 vorliegen. Weitere
Details zum Projekt lesen Sie hier. kk
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Ansprechpartnerinnen:
Öko-Institut e.V., Büro Darmstadt
Beate
Kallenbach-Herbert
Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
Regine Barth
Koordinatorin Bereich Umweltrecht
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Buchtipp: Ernährungswende
Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben werden Ende Februar veröffentlicht
BSE, Acrylamid, Gammelfleisch, Fettleibigkeit: Ernährung hat sich in Deutschland zum gesellschaftlichen
Dauerproblem entwickelt. Eine Ernährungswende scheint dringend notwendig. Wie sie zu gestalten ist und welche
Herausforderungen dabei auf Politik, Unternehmen und Gesellschaft zukommen, beschreibt ein neues Buch, das Ende
Februar im Oekom-Verlag erscheinen wird. Es basiert auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens „Ernährungswende“ unter
Leitung des Öko-Instituts e.V. und benennt den Handlungsbedarf für nachhaltige Ernährung, räumt mit weit
verbreiteten Mythen auf und veranschaulicht Handlungsmöglichkeiten für eine Ernährungswende.
Weitere Themen: Für den erforderlichen Paradigmenwechsel muss gefragt werden, wie wir uns ernähren wollen und
nicht wie sich die Einzelnen ernähren sollen. Zudem müssen die Bedürfnisse und Handlungsspielräume der
KonsumentInnen ebenso betrachtet werden wie der angemessene Umgang mit natürlichen Ressourcen und die
gesundheitsfördernde Gestaltung von Ernährung – heute und in Zukunft.
Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben werden am Donnerstag, 2. März 2006, bei einem Pressefrühstück im
Frankfurter Presseclub, Saalgasse 30, 60311 Frankfurt um 11 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Buch kann
unter www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/ernahrungswende.html zur Bestellung vorgemerkt werden.
cr
Ernährungswende. Eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft
Hrsg.: Ulrike Eberle, Doris Hayn, Regine Rehaag, Ulla Simshäuser, Oekom-Verlag, 2006, 29,80 Euro
Ein Rezensionsexemplar kann angefordert werden bei:
Öko-Institut e.V.
Hildis Strigl
Postfach 50 02 40
79100 Freiburg
Telefon 0761/452 95-31
Informationen zum Forschungsvorhaben gibt:
Dr. Ulrike Eberle
Öko-Institut e.V.
Bereich „Produkte & Stoffströme“
Journalisten, die an der Pressekonferenz teilnehmen möchten, melden sich bei:
Christiane Rathmann
Pressesprecherin im Öko-Institut e.V.
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Buchtipp: Praxishandbuch "Bioprodukte ohne Gentechnik"
Leitfaden für Landwirte, Verarbeiter und Händler
Was können Landwirte, Verarbeiter und Händler tun, um die Verunreinigung ihrer Produkte mit Gentechnik zu
vermeiden? Wie sind Beweise zu sichern, um Schäden beim Verursacher geltend machen zu können? Das Handbuch
"Bio-Produkte ohne Gentechnik" erläutert übersichtlich und praxisgerecht wie die rechtliche Situation
um die Agro-Gentechnik aussieht und welche Eintragspfade es gibt. Zudem stellt das Handbuch vor, mit welchen
konkreten Maßnahmen Bio-Betriebe ihre Risiken verringern können und gibt Auskunft über Kosten und Effizienz der
Maßnahmen.
Ein weiteres Kapitel berichtet, wie Kunden und Öffentlichkeit informiert werden sollten und was bei Krisen zu tun
ist. Die Vielzahl der im Handbuch vorgeschlagenen Maßnahmen zeigt, wie aufwändig und teuer das Nebeneinander von
ökologischer und gentechnischer Lebensmittelwirtschaft ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein dauerhaftes
Nebeneinander selbst mit umfassenden Maßnahmen langfristig nicht mit Sicherheit zu gewährleisten ist.
Das Öko-Institut e.V., der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und das Forschungsinstitut für
biologischen Landbau Deutschland (FiBL) haben die 400-seitige Loseblattsammlung gemeinsam und mit der
Unterstützung von Praktikern erstellt. Sie ist ab sofort kostenlos im Internet unter www.bioxgen.de verfügbar oder kann beim BÖLW, Marienstraße
19-20, 10117 Berlin, Telefon 030/28 482-300, Fax 030/ 28 482-309, E-Mail info(at)boelw.de als Druckausgabe für 50 Euro inklusive Versand bestellt werden.
Das Projekt „Praxishandbuch Bio-Produkte ohne Gentechnik“ wurde im Rahmen des Bundesprogramms
Ökologischer Landbau durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
gefördert.
Ansprechpartnerin:
Ruth Brauner
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
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Führungen durch das Sonnenschiff
Öko-Institut lädt ab sofort zum Blick hinter die Kulissen ein
Interesse hinter die Kulissen des so genannten Sonnenschiffs zu schauen? Wer die Frage mit Ja beantwortet, hat ab
sofort Gelegenheit, an einer der regelmäßigen Führungen durch das neue ökologische Bürogebäude an der Merzhauser
Straße 173 in Freiburg teilzunehmen.
Bei den Rundgängen durch den Kopfbau des Sonnenschiffs erhalten die
BesucherInnen einen Einblick in die besondere Bauweise des Hauses, das sich durch einen niedrigen Energiebedarf
und hohe Umweltstandards auszeichnet.
Angeboten werden die Führungen für EinzelbesucherInnen jeweils am letzten Mittwoch im Monat von 10 bis 11 Uhr.
Gruppen ab fünf Personen können einen Sondertermin vereinbaren.
Eine Anmeldung ist wegen des begrenzten Platzangebotes dringend erforderlich. Interessenten melden sich bitte bei
Andrea Drewski unter Telefon
0761/452 95-32 (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 9 bis 12.30 Uhr) oder online an unter www.oeko.de/anfrage_rundgang.php. cr
Führungen für EinzelbesucherInnen – die Termine für das 1. Halbjahr 2006:
Ansprechpartnerin:
Pressesprecherin Christiane
Rathmann
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
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Portrait: „Ein Weg, kein Wille“
Der Tagesspiegel Berlin über den Energieexperten Felix C. Matthes
„Als Felix Christian Matthes vom Lunch mit dem Wissenschaftsberater von Britanniens Regierungschef Tony
Blair zurückkehrt, sieht er anstrengende Monate voraus. „Es geht wieder los“, sagt er. Es ist
Mittwoch, Felix Matthes sitzt in seinem Büro in einem gepflegten alten Verwaltungsgebäude an der Novalisstraße in
Berlin-Mitte, ein Mann im grauen Anzug mit wachem Blick. Das Treffen mit den Briten ist gerade zu Ende gegangen.
Die britische Regierung wird voraussichtlich ein Neubauprogramm für Atomkraftwerke auflegen, das hat ihm der
Kollege aus London bestätigt – und die Folgen für Deutschland sind absehbar: „Das beschert uns eine
weitere Auflage der rituellen deutschen Atomdebatte“, prognostiziert Felix Matthes. Und er wird wieder
einmal mitten drin stecken.“
Das vollständige Portrait von Tagesspiegel-Redakteur Harald Schumann über Felix C. Matthes vom 13. Januar 2006
lesen Sie hier.
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Im Gespräch: „Atomenergie führt auch zu Abhängigkeiten“
Nuklearexperte Michael Sailer warnt im Kölner Stadtanzeiger vor überzogenen Erwartungen
„Der Atomexperte Michael Sailer hat vor überzogenen Erwartungen an längere Laufzeiten für die deutschen
Atomkraftwerke gewarnt. Ein solcher Schritt würde längerfristig nicht zu mehr Versorgungssicherheit führen, sagte
der stellvertretende Geschäftsführer des Öko-Instituts.“
Den vollständigen Bericht im Kölner Stadtanzeiger vom 5. Januar 2006 lesen Sie hier.
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Quo-Vadis Atomenergie: Atomkraft ja bitte?
Evangelische Akademie Arnoldshain lädt Anfang April zur Fachtagung
Energieversorgung und Klimaschutz 20 Jahre nach „Tschernobyl“ ist das Thema der Fachtagung, zu der
die Evangelische Akademie Arnoldshain von Freitag, 7. April bis Sonntag, 9. April nach Schmitten lädt. Ausgehend
von der Frage, ob Versorgungssicherheit und Klimaschutz Atomstrom derzeit noch unverzichtbar machen, wird der
aktuelle Sicherheitsstandard der Kernreaktortechnik in der EU dar- und im Vergleich zu dem von »Tschernobyl 1986«
zur Diskussion gestellt sowie der Frage nachgegangen, ob das Endlagerproblem nur derzeit noch ungelöst oder
prinzipiell unlösbar ist.
Die hier bestehenden Risiken werden in Beziehung gesetzt zu den gesicherten und vermuteten Gründen des
Kimawandels und zu den bereits erkennbaren Kosten und Leistungen einer klimaneutralen Versorgungssicherheit auf
der Basis regenerativer Energieträger. Abschließend stellt der Parlamentarische Staatsekretär des
Bundesumweltministeriums, Michael Müller, die aktuelle Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung zur
Diskussion.
Im Rahmen der Veranstaltung wird Michael Sailer, stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts e.V. und
Koordinator des Forschungsbereichs Nukleartechnik & Anlagensicherheit, zum Thema „Atomstrom –
Seine Erzeugung vom Ende her denken! – Problem „Endlagerung“ ungelöst oder unlösbar?“
referieren. Das vollständige Programm lesen Sie hier.
Veranstaltungsort:
Evangelische Akademie Arnoldshain
Martin-Niemöller-Haus
Im Eichwaldsfeld 3
61389 Schmitten
Anmeldung:
Evangelische Akademie Arnoldshain
61389 Schmitten
Tel: +49 6084 944-0
Fax: +49 6084 944-138
E-Mail: office(at)evangelische-akademie.de
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Fachseminar: Nachhaltiger Tourismus jenseits der Öko-Nische
Zielgruppen, Marketingstrategien, Angebotsgestaltung
Von nachhaltigen touristischen Angeboten lassen sich heute meist nur „Öko-Freaks“ ansprechen. Dennoch
wünschen sich die meisten Urlauber unberührte Landschaften und naturgemäße Freizeitaktivitäten. Wie können also
nachhaltige Reisen für den Massenmarkt gestaltet werden? Beispielhaft werden Angebote entwickelt, die zum einen
nachhaltig sind und zum anderen in die Marketingstrategien der Tourismusunternehmen integrierbar sind. Dazu
veranstaltet das Deutsche Seminar für Tourismus e.V. in Kooperation mit dem Öko-Institut e.V., dem Institut für
sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH, der Universität Lüneburg, der Deutschen Bahn und AMEROPA am Donnerstag,
4. und Freitag, 5. Mai 2006 in Berlin ein Praxisseminar für Fach- und Führungskräfte aus allen Bereichen des
Tourismus.
In Vorträgen mit Diskussion, Workshops und durch die Präsentation von Good-Practice-Beispielen werden unter
anderem folgende Themen behandelt:
Das vollständige Programm lesen Sie hier.
Veranstalter & Veranstaltungsort:
Deutsches Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V.
Tempelhofer Ufer 23/24
10963 Berlin
Telefon: (030) 23 55 19 - 0
Telefax: (030) 23 55 19 - 25
info(at)dsft-berlin.de
www.dsft-berlin.de
Anmeldung:
Anja Kuhrmann (kuhrmann(at)dsft-berlin.de)
Telefon: 030/ 23 55 19-12
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I M P R E S S U M
Herausgeber
Öko-Institut e.V.
Institut für angewandte Ökologie
Redaktion
Referat Öffentlichkeit & Kommunikation
Christiane Rathmann
Katja Kukatz
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