10.08.2004
WLAN: Risiko wird ausgeblendet
Neue Studie zeigt: Unabhängige Informationen über drahtlose Netzwerktechnologie fehlen
Sie befinden
sich an Bahnhöfen, Universitäten und Flughäfen: öffentliche WLAN-Hotspots. Auch in Privathaushalten wird die
drahtlose Netzwerktechnologie zunehmend eingesetzt. Doch WLAN (Wireless Local Area Networks) weist nicht nur
Chancen wie größere Flexibilität und Mobilität auf, sondern hat möglicherweise auch Risiken. Die könnten im
Bereich der Datensicherheit oder der elektromagnetischen Strahlung liegen. Doch wenn sich VerbraucherInnen über
diese Risiken informieren möchten, stoßen sie auf viele Hindernisse. Zu dieser Einschätzung kommt eine neue
Studie des Öko-Instituts e.V., die jetzt veröffentlicht wird.
„Es gibt niemanden, der kompakt, allgemeinverständlich und übersichtlich die verschiedenen Aspekte von WLAN
neutral beleuchtet“, fasst Kathrin Graulich das Ergebnis der Untersuchung zusammen. Weder konnte die
Wissenschaftlerin beispielsweise eine entsprechende Internet-Plattform identifizieren, noch eine
Informationsbroschüre finden. Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (MUNLV) des Landes Nordrhein-Westfalen haben sich ExpertInnen des Freiburger Instituts
angesehen, wie die Information und Kommunikation zu Chancen und Risiken von WLAN bisher gelaufen ist. Dazu haben
sie eine Medienanalyse vorgenommen, wichtige Akteure befragt und anschließend Informationsstrategien
entwickelt.
Insgesamt haben die ExpertInnen 88 verschiedene Medien ausgewertet. Dazu gehörten Fach- und Testzeitschriften,
Tageszeitungen sowie überregionale Magazine, zudem Informationen von Herstellern und Providern, von bundes- und
landesweiten Institutionen sowie Organisationen. Die Auswertung ergab: Das Informationsangebot ist bei den
Anbietern von WLAN und bei PC-Zeitschriften am größten. „Unabhängige“ Absender wie
Verbraucherorganisationen, staatliche Institutionen oder Nicht-Regierungs-Organisationen informieren bislang
wenig über Chancen und Risiken von WLAN. Ein Drittel der Medien berichtet über Aspekte wie Nutzen, Kosten und
Datensicherheit. Ein Viertel greift das Thema elektromagnetische Strahlung auf.
Eine nicht-repräsentative Befragung von 28 Institutionen aus den Bereichen Verbraucherschutz, Umwelt, Gesundheit,
Kirchen, Kommunen, Schulen und Unternehmen hat gezeigt: Der größte Informationsbedarf liegt im Bereich der
Datensicherheit und der elektromagnetischen Strahlung. Diese Informationen werden von unabhängigen Institutionen
gewünscht, gleichzeitig sollten aber auch die Anbieter mehr darüber berichten. Zudem wünschen sich die meisten
Befragten Immissionsmessungen.
Als Lösung schlagen die WissenschaftlerInnen vor, dass verschiedene Akteure – Anbieter und unabhängige
Institutionen – eine gemeinsame inhaltliche Informationsgrundlage erarbeiten. Auf dieser Basis könnte die
Öffentlichkeit über eine Internetplattform und eine Broschüre informiert werden. Für Schulen schlagen die
WissenschaftlerInnen Informationsveranstaltungen für Eltern sowie Unterrichtseinheiten für Schüler vor,
kombiniert mit Immissionsmessungen. Unternehmen könnten mit Schulungen, beispielsweise durch die IHK, umfassend
über Chancen und Risiken von WLAN unterrichtet werden.
Die Studie „Sachstandsermittlung zu Information und Kommunikation über Chancen und Risiken neuer
Informationstechnologien am Beispiel von WLAN“ ist über die Homepage des Öko-Instituts sowie über
die Homepage des MUNLV
kostenlos downzuloaden. cr
Ansprechpartnerin:
Kathrin Graulich
Öko-Institut e.V. Freiburg
Bereich „Produkte & Stoffströme“
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Umweltauswirkungen von WLAN versus kabelgebundener Netzwerke
Im mittelgroßen Büro verbraucht die drahtlose Variante 40 Prozent weniger Primärenergie als die verkabelte
Alternative
WLAN versus LAN – unterscheiden sich drahtlose Local Area Networks in ihren Umweltauswirkungen von
kabelgebundenen Alternativen? Dieser Frage hat sich eine Diplomarbeit am Öko-Institut e.V. angenommen und dazu
drei verschiedene Netzwerke verglichen, wie sie in der Praxis häufig zur Anwendung kommen: Ein sogenanntes
Peer-to-Peer-Netzwerk, bei dem zwei Computer vernetzt werden, ein kleines Netzwerk mit drei Computern, wie es in
privaten Haushalten oder kleinen Unternehmen eingerichtet werden könnte, sowie ein mittelgroßes Netzwerk mit 20
Computern zum Beispiel für ein Büro. Während bei den kleinen Netzwerken keine der beiden Varianten eindeutig
empfohlen werden kann, schneidet das mittelgroße drahtlose Büronetzwerk besser ab als das verkabelte. Der Aspekt
elektromagnetische Strahlung wurde in der Arbeit nicht betrachtet.
Die Arbeit vergleicht die Umweltauswirkungen von 1.000 Netzwerken bei einer Nutzungsdauer von einem Jahr. Die
Aufwendungen für die Herstellung wurden entsprechend der Lebensdauer der jeweiligen Geräte zugerechnet. Für die
Definition der Nutzungsphase sind typische Nutzungsmuster von Computern in Privathaushalten und in Unternehmen
aus der Literatur zugrunde gelegt worden. Die Autorin betrachtet unter anderem den Primärenergiebedarf, die
Emission klimarelevanter Gase und die Emission versauernder Substanzen von Herstellung und Nutzung, sowie das
Elektronikschrottaufkommen. Mögliche Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung werden in der Arbeit nicht
berücksichtigt.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Umweltauswirkungen der beiden kleinen Netzwerke abgesehen vom
Elektronikschrottaufkommen praktisch nicht unterscheiden. Hier kann aus ökologischer Sicht keine eindeutige
Empfehlung für die eine oder andere Variante gegeben werden. Demgegenüber zeigte sich für das mittelgroße
Büronetzwerk ein deutlicher Vorteil für die kabellose Variante: Es verursacht zum Beispiel nur 60 Prozent des
Primärenergiebedarfs und der klimarelevanten Emissionen. Bezüglich des Elektronikschrottaufkommens schneidet die
kabellose Variante für alle drei Netzwerke erheblich besser ab; im Fall des Büronetzwerks entsteht sogar nur
knapp 20 Prozent der Elektronikschrottmenge.
In der Arbeit wurden spezifische Netzwerke untersucht. Aus diesem Grund lassen sich die Ergebnisse nicht ohne
weiteres auf andere Situationen zum Beispiel auf ein Netzwerk mit 30 Computern übertragen. Allerdings gibt es
allgemeine Empfehlungen, die sich an die unterschiedlichen beteiligten Akteure richten: Die Hersteller von
Endgeräten sollten energieeffiziente Endgeräte mit Aus-Schalter bereitstellen. Netzwerkplaner und
-administratoren sollten bei der Auswahl der Geräte (etwa Switches) auf eine dem Bedarf angepasste
Dimensionierung und auf Energieeffizienz achten. Nutzer sollten Geräte wie WLAN-Router bei Nichtnutzung vom
Stromnetz trennen. dq
Vergleich der signifikanten
potenziellen Umweltbelastungen von Netzwerkinfrastrukturen – Eine Gegenüberstellung von Fast
Ethernet und WLAN für die Anwendung im Local Area Networking
Hottenroth, H.
Öko-Institut e.V. Freiburg / Technische Universität Berlin, 2004
Ansprechpartnerin:
Dr. Dietlinde Quack
Öko-Institut e.V. Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
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Car-Sharing: Das Potenzial ist groß, die Zahl der Nutzer aber noch zu klein
Neue Studie zeigt: Maßgeschneiderte Angebote für Kunden und stärkeres Engagement der Kommunen sind wichtige
Erfolgskriterien
Ein
Marktpotenzial von 2,45 Millionen Kunden errechneten Herbert Baum und Stephan Pesch Mitte der Neunziger Jahre für
Car-Sharing in Deutschland. Anfang 2004 sind jedoch nur rund 68.500 Nutzer in Deutschland registriert. Ist das
Potenzial zu hoch angesetzt worden? Welche Faktoren hemmen eine raschere Entwicklung und was muss verbessert
werden? Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat das Öko-Institut e. V. diese
Fragen zusammen mit dem Institut für Verkehrsforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und
dem Bundesverband CarSharing e. V. beantwortet.
Car-Sharing ist eine organisierte Form der gemeinschaftlichen Auto-Nutzung durch mehrere Personen. Es stellt eine
ökologisch und wirtschaftlich attraktive Alternative zum eigenen Auto dar. Tatsächlich ist die Zahl der Nutzer
laut Angaben des Bundesverbandes CarSharing e. V. innerhalb von sechs Jahren von 1997 bis Anfang 2004 von 19.200
auf 68.500 gestiegen. Trotz dieser Entwicklung bleiben die Zahlen jedoch weit hinter dem 1994 angenommenen
Marktpotenzial zurück.
Die größten Probleme sieht Willi Loose, Projektleiter für das Arbeitsfeld Verkehr am Öko-Institut, in der starken
emotionalen Verbundenheit der Menschen mit dem eigenen Auto und der mangelnden Bekanntheit von Car-Sharing. Dies
zeigt auch das Ergebnis einer repräsentativen bundesweiten Telefonumfrage mit 1000 Personen ab 18 Jahren.
„Lediglich 15 Prozent der Befragten bringen Car-Sharing mit einer organisierten Form des Autoteilens in
Verbindung“, erläutert Claudia Nobis vom DLR, die die Umfrage ausgewertet hat. Auch auf die Frage, ob es in
ihrer eigenen Stadt Car-Sharing gebe, wissen die meisten keine Antwort. Erst mit zunehmendem Bildungsstand,
Haushaltseinkommen und Gemeindegröße wachse auch der Bekanntheitsgrad, deckt die Studie auf. Car-Sharing als
solches bewerten die Befragten durchweg positiv, „aber nur solange es sie nicht selbst betrifft“,
schränkt Projektleiter Willi Loose ein. „Die Bedeutung des eigenen Autos, auch als Statussymbol, ist nach
wie vor sehr stark.“ So bevorzugen knapp drei Viertel der Befragten, ein eigenes Auto alleine zu nutzen. In
diesem starren Verhalten sehen die ExpertInnen daher auch ein wesentliches Hemmnis für eine raschere Entwicklung
des Car-Sharings.
Aus den Ergebnissen der Umfrage ermittelten die WissenschaftlerInnen ein Marktpotenzial von 1,5 bis 2 Millionen
möglichen Nutzern in ganz Deutschland. Diese potenziellen Nutzer wohnen in Städten mit mehr als 20.000
Einwohnern, besitzen den Führerschein, fahren im Jahr maximal 10.000 Kilometer mit dem Auto und benötigen nicht
täglich ein Auto. Außerdem bewerten sie Car-Sharing grundsätzlich positiv und stehen auch den öffentlichen
Verkehrsmitteln aufgeschlossen gegenüber. Der Großteil des Potenzials – 1,4 Millionen Nutzer – ist in
Städten lokalisiert, in denen es heute bereits einen Car-Sharing-Anbieter gibt. Hier müssen durch notwendige
qualitative Organisationsentwicklungen und maßgeschneiderte Angebote für Privat- und Geschäftskunden neue
Kundengruppen angesprochen werden. Das restliche Potenzial von 0,6 Millionen Nutzern ist durch die
kontinuierliche Ausweitung der Car-Sharing-Angebote auf weitere Städte zu erreichen.
Die Studie mündet in Handlungsempfehlungen an die unterschiedlichen Akteure, die maßgeblichen Einfluss auf die
weitere Entwicklung des Car-Sharings haben. An die Adresse des Auftraggebers Bundesverkehrsministerium wird
empfohlen, in der Straßenverkehrsordnung die Möglichkeit zu schaffen, wie in den Niederlanden oder in Dänemark
reservierte Car-Sharing-Stellplätze im Straßenraum auszuweisen. Dies würde die Wachstumsbedingungen in den
dichtbesiedelten und gemischtgenutzten Stadtteilen mit seinem großen urbanen Nutzerpotenzial erheblich
verbessern.
Kommunen sollten die in einigen Studien nachgewiesene verkehrsentlastende Funktion des Car-Sharings aufgreifen
und Car-Sharing als ergänzendes Verkehrsmittel in den Umweltverbund integrieren. Nach Meinung der
WissenschaftlerInnen ist es wichtig, dass Car-Sharing-Organisationen weitere Kooperationen mit
Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden eingehen – und umgekehrt Verkehrsunternehmen Car-Sharing-Anbieter
als Verbündete anerkennen. Durch gemeinsame Marketingaktivitäten profitieren beide Seiten von zusätzlichen Kunden
und der wechselseitigen Bindung bestehender Stammkunden. jd/wl
Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Car-Sharing
Loose, W., Mohr M. & C. Nobis
FE-Nr. 77.461/2001
(Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Nachzulesen ist die Studie als Band V
114 in der Schriftenreihe der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe Verkehrstechnik.)
Ansprechpartner:
Projektleiter Willi Loose
Öko-Institut e.V. Freiburg
Arbeitsfeld Verkehr
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EcoTopTen: Nachhaltige Konkurrenz im Massenmarkt der Produkte
Öko-Institut e.V. startet Informations-Kampagne und setzt neue Innovations-Ziele
Nach
intensiver Vorbereitung hat das Öko-Institut e.V. grünes Licht für den Start von „EcoTopTen“
bekommen, einer großen Informations-Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produkt-Innovationen im Massenmarkt.
Rainer Grießhammer, stellvertretender Geschäftsführer und Initiator der EcoTopTen-Kampagne, ist hocherfreut:
„Damit werden wir den Massenmarkt beeinflussen. Da werden die zu Recht kaufmüden VerbraucherInnen
hellwach.“ Die Kampagne wendet sich an anspruchsvolle KonsumentInnen und bietet professionelle Information
und Marktübersicht über Produkte und Dienstleistungen. Im Fokus stehen dabei die EcoTopTen-Produkte. Sie sind
qualitativ und technisch hochwertig, haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind selbstverständlich
ökologisch. „Und das“ – so Grießhammer – „nehmen wir wörtlich: Öko-Produkte, die
überteuert sind oder eine schlechte Qualität haben, sind keine guten Produkte und fallen bei der Bewertung
durch.“
EcoTopTen-Produkte müssen sich im Ranking gegen konventionelle Produkte bewähren, die in der Kampagne ebenfalls
vorgestellt werden. Das macht Projektleiterin Kathrin Graulich unmissverständlich klar: „Letztendlich
entscheiden die VerbraucherInnen – und sonst keiner.“ Bei den Kriterien werden auch soziale Aspekte
– etwa die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern – soweit wie möglich einbezogen. Bei komplexen
Industrie-Produkten wie etwa Fernsehgeräten oder Computern ist dies aufgrund schlechter Datenlage und
ausstehender Zertifizierung derzeit nur beschränkt möglich.
EcoTopTen konzentriert sich auf die für Umweltbelastung und Verbraucherkosten wichtigsten zehn Produktfelder Haus
und Wohnung, Mobilität, Lebensmittel, Küche (Kühl- und Gefrierschränke, Spülmaschinen, Herde), Textilien,
Waschmaschinen & Wäschetrockner, Computer & Co, Unterhaltungselektronik-Geräte, Grüner Strom und
Nachhaltige Geldanlagen. Innerhalb einzelner Produktfelder gibt es zum Teil mehrere Produktgruppen, so beinhaltet
das Produktfeld Mobilität die Produktgruppen Auto, Bahncard, Car-Sharing und Fahrräder. Mit ausgewählten
Produkten und Dienstleistungen richtet sich die EcoTopTen-Kampagne auch an das Beschaffungswesen der öffentlichen
Hand und das von Unternehmen.
Die EcoTopTen-Kampagne wird durch ein Forschungs-Projekt vorbereitet, das im Auftrag des Bundesminsteriums für
Bildung und Forschung und in Kooperation mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) bearbeitet
wird. Im Rahmen des Projekts haben die WissenschaftlerInnen die zehn wichtigsten Produktfelder bestimmt und
Nachhaltigkeits-Aspekte für ausgewählte Produktgruppen analysiert. Bei diesen Nachhaltigkeits-Analysen wird die
Methode PROSA, Product Sustainability Assessment, www.PROSA.org eingesetzt, die unter anderem Ökobilanzen, Lebenszykluskostenrechnungen und
Konsumforschung beinhaltet. (Mehr zu PROSA lesen Sie auch in diesem Newsletter unter „Produkte und
Produktportfolios mit PROSA strategisch analysieren“.)
Aufbauend auf diesen Nachhaltigkeits-Analysen werden Innovationsziele für EcoTopTen-Produkte festgelegt und den
Unternehmensverbänden und interessierten Unternehmen vorgestellt. Nach einem festgelegten Zeitraum wird ein
Ranking der dann auf dem Markt befindlichen Produkte durchgeführt. Kriterien dafür sind die
EcoTopTen-Innovationsziele. Die Ergebnisse der Marktübersicht werden mit der EcoTopTen-Kampagne von 2005 bis 2006
an die Verbraucher kommuniziert. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Renate Künast
und wird vom Bundesminsterium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und von der Stiftung
Zukunftserbe finanziert.
Die VerbraucherInnen können sich dabei auch über nachhaltige Nutzungsoptionen, über Ökoeffizienz-Strategien nach
dem Motto „Ökologie für den kleinen Geldbeutel“ sowie über Best-Practice-Kampagnen mit ähnlichen
Zielen informieren. Die EcoTopTen-Kampagne setzt neben traditionellen Informationsangeboten wie Faltblätter,
Internet oder Verbraucherberatung und Medienpartnerschaften vor allem auf neue Elemente wie etwa Wettbewerbe
zwischen großen Mitgliederverbänden oder zwischen Kommunen.
Einem möglichen Missverständnis will Rainer Grießhammer von vorne herein begegnen: „EcoTopTen ist weder ein
neues Produkt-Siegel noch eine Konkurrenz für bestehende Produktsiegel wie das Umweltzeichen „Blauer
Engel“. Ganz im Gegenteil: Soweit wie möglich beziehen wir bestehende Produkt-Siegel bei den
Ranking-Kriterien ein.“
Die EcoTopTen-Kampagne geht im März 2005 in Berlin an die Öffentlichkeit. Dabei werden im ersten Schritt
diejenigen Produktgruppen vorgestellt, bei denen es nach Analyse des Öko-Instituts bereits hochwertige
EcoTopTen-Produkte gibt. Die Innovations-Ziele für weitere Produktgruppen werden ab Mitte September 2004
veröffentlicht, das Ranking erfolgt je nach Produktgruppe zwölf bis 18 Monate später. Kathrin Graulich ist
optimistisch, dass die EcoTopTen-Kampagne ihre Ziele erreicht: „Die Untersuchungen haben gezeigt, dass
viele Innovationen schon in den Schubladen der ProduktentwicklerInnen und Marketingabteilungen liegen – sie
warten nur noch auf eine Kampagne wie EcoTopTen!“ Mehr zu EcoTopTen lesen Sie hier. rg
AnsprechpartnerIn:
Öko-Institut e.V. Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
Projektleiterin Kathrin
Graulich
Dr. Rainer
Grießhammer
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Produkte und Produktportfolios mit PROSA strategisch analysieren
Bewährte Methode zum Nachhaltigkeitsmanagement / Neue Homepage: www.PROSA.org
Produkte nachhaltig zu entwickeln und dabei nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und gesellschaftliche
Aspekte zu berücksichtigen – das ist eine der zentralen Aufgaben modernen Unternehmensmanagements. PROSA,
„Product Sustainability Assessment“, ist eine vom Öko-Institut e.V. entwickelte Methode, um diese
Aufgabe zu lösen. PROSA dient der strategischen Analyse von Produktportfolios, Produkten und Dienstleistungen.
Die Methode wird auch in der Integrierten Produktpolitik und bei Dialogprozessen eingesetzt. Im gleichnamigen
Projekt wird PROSA derzeit methodisch weiterentwickelt und mit vergleichbaren internationalen Ansätzen
harmonisiert. Alles, was man zu Methodenstand und Projektergebnissen von PROSA wissen möchte, kann jetzt auf der
neuen Projekt-Homepage unter www.PROSA.org
nachgelesen werden.
PROSA ist eine in der Praxis bereits bewährte Methode. Die Arbeiten in den einzelnen Phasen von PROSA werden mit
Kern-Tools unterstützt. Dabei greift PROSA auf ein Set etablierter Einzel-Tools zurück, die in den meisten großen
Unternehmen bereits eingesetzt werden. Die fünf Kern-Tools sind die Produktportfolio-Analyse,
Megatrend-Szenarien, Konsumforschung, Ökobilanz und Lebenszykluskostenrechnung. Zwei weitere Kern-Tools, die
Socio-Analyse und das Bewertungsmodell ProfitS, sind als Konzept beschrieben und werden im Projekt, das vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms Sozial-ökologische Forschung (SÖF) gefördert
wird, noch weiterentwickelt.
Die vom Öko-Institut durchgeführte internationale Synopse von fünfzig Methoden und Konzepten zur
Nachhaltigkeitsanalyse von Produkten zeigt vor allem Zweierlei: Erstens wird die soziale Dimension in den
Konzepten meist vernachlässigt und zweitens gibt es nur wenige praktisch erprobte Methoden. Obwohl viele Ansätzen
formal oder sprachlich Bezug auf die Nachhaltigkeit nehmen, dominiert noch immer die ökologische Dimension
– in manchen Fällen kombiniert mit der ökonomischen. Nur wenige Methoden können als „echte“
Nachhaltigkeits-Analysen eingeordnet werden. Dies sind vor allem unternehmensinterne Ansätze,
Produkt-Zertifizierungen und Finanzrating. Aber auch hier sind die Analysen der sozialen Dimension auf einem
weniger differenzierten und „routinierten“ Level als die Analyse ökologischer oder ökonomischer
Aspekte.
Die produktbezogene Lebenswegbetrachtung „von der Wiege bis zur Bahre“ ist mittlerweile weit
verbreitet. Ebenso findet die grundsätzliche Frage der Nutzenorientierung in vielen Ansätzen Eingang. Innerhalb
der jeweiligen Methoden werden überwiegend „klassische“ Einzeltools eingesetzt wie etwa Markt- und
Trendanalyse, Ökobilanz oder Lebenszykluskostenrechung. Die Analyse der gesellschaftlichen Aspekte ist dagegen
deutlich unterbelichtet. Für sie gibt es kein eingeführtes Tool. Dies gilt allerdings auch für andere Bereiche
wie etwa für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen und
vergleichbare Systeme wie den Global Compact, im Bereich der Produkt-und Gütesiegel oder dem Finanzrating.
Die Analyse sozialer Aspekte wird – wenn überhaupt – meist entsprechend des Stakeholder-Ansatzes
durchgeführt. Dieser kategorisiert die sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen nach den jeweils betroffenen
Stakeholdern, zum Beispiel Zulieferer, MitarbeiterInnen, KundInnen, die Öffentlichkeit, Konkurrenten oder
Aktionäre. Ähnlich ist der Versuch, die sozialen Aspekte den Abschnitten des – ökologischen –
Lebenszyklus zuzuordnen und auf diese Weise eine Clusterung zu erreichen. Häufiger findet man jedoch
ausschließlich Konsumforschung – was einem sehr beschränkten Stakeholder-Einbezug entspricht – oder
Experten-Voten zu fallspezifischen Problemfeldern, den „Issues“. Was aber fehlt, ist eine umfassende
und systematische „Sozial-Analyse“ des gesamten Produkt-Lebensweges.
Der wesentliche Weiterentwicklungsbedarf bei Nachhaltigkeits-Analysen und auch bei PROSA besteht also im Einbezug
der sozialen Aspekte. Dies wird auch in der Life Cycle Initiative von SETAC und UNEP so gesehen. Hier arbeitet das Öko-Institut
in der neugegründeten Task Force „Integration of social aspects into LCA“ mit. rg
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Ansprechpartner:
Dr. Rainer
Grießhammer
Öko-Institut e.V. Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
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Wie wirksam ist Corporate Social Responsibility?
Öko-Institut e.V. untersucht den Beitrag freiwilliger Unternehmensaktivitäten zu Nachhaltigkeitszielen der EU
Vor fünf Jahren rief UN-Generalsekretär Kofi Annan den „Global Compact“ ins Leben. Die Allianz aus
Privatunternehmen, der UNEP und Vertretern von Regierungen, Gewerkschaften und NGOs, die sich mit Fragen
gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung auseinander setzt, hat seitdem noch an Bedeutung hinzu gewonnen: Gut
200 Wirtschaftsführer der mittlerweile 1700 teilnehmenden Unternehmen diskutierten mit ebenso vielen
Regierungsvertretern und internationalen Spezialisten Ende Juni in New York auf dem „Global Compact Leader
Summit“ über die Zukunft der gesellschaftlichen Verantwortung des Privatsektors, der „Corporate
Social Responsibilty“. Wie wirksam Corporate Social Responsibility als Politikinstrument ist, wird jetzt im
Rahmen des EU-Verbundforschungsprojekts „Rhetoric and Realities – Analysing Corporate Social
Responsibility in Europe“ (RARE) unter Koordination des Öko-Instituts e.V. untersucht.
Unternehmen, die am „Global Compact“ der UN teilnehmen, verpflichten sich freiwillig, zehn Prinzipien
im Bereich der Umwelt, der Menschen- und Arbeitnehmerrechte und seit dem Gipfel auch der Korruptionsbekämpfung
einzuhalten. Der „Global Compact“ ist nur ein Beispiel für die zunehmende Bedeutung
gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen. Die OECD-Leitlinien für Multinationale Unternehmen, die Global
Reporting Initiative, soziale und ökologische Investmentfonds und der Einbezug von ‚Stakeholdern’ in
Unternehmensentscheidungen sind weitere Initiativen im Zusammenhang mit „Corporate Social Responsibility
(CSR)“, die in den letzten Jahren oft auch auf Betreiben der Zivilgesellschaft vorangebracht wurden. Wie
wirksam ist Corporate Social Responsibility als Politikinstrument? Dieser Frage widmet sich jetzt ein
Forschungsteam aus sieben europäischen Partnern unter Koordination des Öko-Instituts e.V..
Die WissenschaftlerInnen analysieren bestehende Initiativen von Verbänden und Unternehmen in verschiedenen
Sektoren – der Ölindustrie, dem Bankensektor sowie in der Fischerei und Fisch verarbeitenden Industrie.
Anhand der speziell entwickelten Methode „CSR Impact Assessment“ soll die Rhetorik der
Unternehmensverantwortung von ihren tatsächlichen Wirkungen abgegrenzt werden. Die WissenschaftlerInnen versuchen
den Beitrag zu bewerten, den die Unternehmen mithilfe von CSR-Maßnahmen leisten, um spezifische politische Ziele
der EU in vier Bereichen nachhaltiger Entwicklung – dem Umweltschutz, dem Ressourcenmanagement, der
Geschlechtergerechtigkeit und der Korruptionsbekämpfung – umzusetzen. Darüber hinaus wird auch untersucht,
welche Auswirkungen CSR-Instrumente in den Unternehmen selbst haben. Dabei geraten unter anderem
Unternehmensentwicklung, Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit in den Blick.
Durch vertiefte Fallstudien einzelner Unternehmen wollen die ForscherInnen Erfolgsfaktoren herausfiltern, die
Corporate Social Governance in bestimmten Fällen besonders wirkungsvoll macht. Es werden auch kleine und mittlere
Unternehmen berücksichtigt. Darüber hinaus befasst sich das Projekt mit der Bedeutung von CSR-Aktivitäten für die
Integration der neuen Mitgliedstaaten der EU. Schließlich wird danach gefragt, wie der Beitrag von
CSR-Aktivitäten zur Lösung gesellschaftlicher Probleme im Vergleich zu anderen Steuerungsinstrumenten zu bewerten
ist.
Ziel des Projekts ist es, die theoretische und angewandte Forschung zur gesellschaftlichen Verantwortung von
Unternehmen zusammenzuführen. Es werden verschiedene Konzeptionen und Instrumente der Unternehmensverantwortung
einbezogen. Beantwortet werden soll die Frage, in welchen Bereichen gesellschaftliche Verantwortung von
Unternehmen sinnvoll übernommen werden kann, welche Bedingungen dafür auf Unternehmensebene förderlich sind und
ob ein politischer Rahmen – freiwillig oder regulatorisch – erforderlich ist, um CSR zu einem
effektiven Instrument zu machen. Am Ende des Projekts sollen Politikempfehlungen an die EU und nationale
Regierungen formuliert werden.
Das Projekt „Rhetoric and Realities – Analysing Corporate Social Responsibility in Europe“
(RARE) wird von der EU im sechsten Forschungsrahmenprogramm unter dem Förderschwerpunkt “Citizens and
Governance in a knowledge based society” (CIT2-CT-2004-506043) gefördert. Die Projektpartner des
Öko-Instituts sind das Fridtjof Nansen Institute (FNI, Norwegen), das Stockholm Environment Institute (SEI, Schweden), Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM, Italien), die Budapest University of Technology and
Economics (BUTE,
Ungarn) und das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE, Deutschland) sowie Peter Wilkinson (Großbritannien),
Projektberater von Transparency International für die "Business Principles for Countering Bribery".
fw
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Ansprechpartnerinnen:
Öko-Institut e.V.
Bereich Umweltrecht
Koordinatorin Regine Barth
(Projektleitung)
Franziska Wolff
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Ökologische Beschaffung kann die Umwelt erheblich entlasten
Mit grünem Strom ließen sich rund 24 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen / Evaluations-Tool für
Verwaltungen
Von Papier über Busse bis zu Strom reicht der Bedarf deutscher Verwaltungen. Der Einkauf von Kommunen, Städten
und Ministerien macht rund zwölf Prozent des deutschen Bruttoinlandprodukts aus. Welche Entlastungseffekte können
durch einen Einkauf der öffentlichen Hand nach Umweltschutzkriterien erreicht werden? Was sind reale und
wahrgenommene Hemmnisse für eine ökologische öffentliche Beschaffung? Diesen Fragen widmete sich das jetzt
abgeschlossene Verbundprojekt „Potenziale Nachhaltiger Beschaffung und Instrumente zu ihrer Umsetzung
(NaBesI)“ der TU Dresden, des Öko-Instituts e.V. und des ICLEI Europasekretariats.
Seit mehr als 20 Jahren ist die öffentliche Beschaffung ein Instrument der Umweltpolitik, dennoch gehört sie in
den meisten Verwaltungen nicht zum Alltag. Dabei gibt es tatsächliche Hemmnisse für den umweltfreundlichen
Einkauf und solche, die von den Beschaffern wahrgenommen werden – unabhängig davon, ob sie real existieren
oder nicht. Diese subjektiv wahrgenommenen Hemmnisse identifizierte das Projekt NaBesI mit Hilfe eines
Hemmniskatalogs beispielhaft in der deutschen Kommune Stuttgart und einer englischen Kommune. Ergebnis der
Untersuchung: Entscheidungsträger in verschiedenen Städten nehmen Hemmnisse unterschiedlich wahr. Diese können
daher nicht verallgemeinert und nur vor Ort überwunden werden. Wie? Dazu hat die TU Dresden ein
Selbstevaluationstool entwickelt. Verwaltungen können in 14 Schritten den Hemmnisfragebogen von verschiedenen
Akteuren ausfüllen lassen, analysieren und erste Strategien ableiten. Die Ergebnisse werden grafisch illustriert
und unterstützen die Diskussion in der Verwaltung. Dieses Tool ist online verfügbar unter www.wwil.wiwi.tu-dresden.de/hurdles/.
Ein häufig genanntes Hemmnis ist das Vergaberecht, das nach Ansicht vieler Beschaffungsstellen nicht erlaubt,
Umweltkriterien einzubeziehen. Das Öko-Institut führte deshalb eine umfassende Analyse des internationalen,
europäischen und deutschen Rechts durch, die diese Auffassung weitgehend widerlegt. Danach können Umweltaspekte
in allen Phasen des Beschaffungsverfahrens einbezogen werden. Vorteilhaft ist es, wenn über Umweltanforderungen
möglichst früh entschieden wird und diese genau in der Ausschreibung beschrieben werden. Höhere Kosten, die durch
Umweltanforderungen entstehen, können transparent gemacht werden, wenn in der Ausschreibung Nebenangebote
zugelassen werden. Grundsätzlich muss aber nicht das billigste Angebot gewählt werden. Vor allem sollten die
Lebenszykluskosten eines Produkts in die Kostenrechnung einbezogen werden.
NaBesI ermittelte auch Innovationspotenziale des umweltfreundlichen Einkaufs auf Anbieter- und Nachfragerseite.
Dazu wurden Entscheidungsträger in allen sächsischen Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern zum Einkauf
ausgewählter Produkte und Dienstleistungen wie Informationstechnologie, Möbel, Innenbeleuchtung, Gebäude, Strom
oder Reinigung befragt. Das Projektteam analysierte sowohl ökonomische, als auch ökologische Kriterien für den
Einkauf. Im Gegenzug untersuchte NaBesI, ob und welche umweltfreundlichen Produkte und Dienstleistungen am Markt
angeboten werden. Dabei ergab sich eine differenzierte Marktsituation für verschiedene Produktgruppen. Zum Teil
besteht ein erhebliches Innovationspotenzial zum Beispiel im Bereich IT, Beleuchtung und Strom.
Trotz der langjährigen Praxis mit umweltfreundlicher Beschaffung liegen weder für Deutschland noch für ein
anderes Land Zahlen über deren Umweltentlastungspotenzial vor. Mit einer eigens entwickelten Methode untersuchte
das ICLEI Europasekretariat daher das Umweltentlastungspotenzial für sechs Produkte: Elektrizität, Gebäude,
Lebensmittel, Computer, Busse und Sanitäreinrichtungen. Dabei zeigte sich für den Einkauf von
Elektrizität und Bauleistungen das größte Umweltentlastungspotenzial. Würden Verwaltungen
„grünen Strom“ statt den durchschnittlichen bundesdeutschen Strommix einkaufen, könnten knapp 24
Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Voraussetzung ist, dass diese Elektrizität aus
zusätzlichen Kapazitäten stammt, wie dies einige Zertifizierungsschemata sicherstellen. Im Gebäudebereich ließen
sich durch Verbesserung der Wärmedämmung auf Passivhausstandard etwa 15 Millionen Tonnen
CO2-Äquivalente einsparen. Auf der Grundlage der Forschungsergebnisse entwickelte das Projekt
Beschaffungsleitlinien für insgesamt sechs Produktgruppen.
Fazit: Die umweltfreundliche Beschaffung hat ein großes Potenzial, das längst nicht ausgeschöpft ist. Das
Instrument braucht den Vergleich mit anderen Instrumenten der Umweltpolitik wie Öko-Steuern und
Investitionsförderprogrammen nicht zu scheuen. Es besteht überdies keine Konkurrenz zu diesen Instrumenten,
sondern sie können sich gut ergänzen. Umweltfreundliche Beschaffung sollte daher in der Politik den Rang
bekommen, der seinem möglichen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung entspricht. Auch innerhalb der Verwaltungen
sind viele Verbesserungen möglich. md
Potenziale Nachhaltiger Beschaffung und Instrumente zu ihrer Umsetzung (NaBesI)
Projektteam: TU
Dresden, Professur für Betriebswirtschaftslehre, Betriebliche Umweltökonomie (Projektleitung), Local Governments
for Sustainability (ICLEI), Freiburg & Öko-Institut e.V. Darmstadt, Bereich Umweltrecht
(Gefördert durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung. Die Studie wird in Kürze im Verlag Physica
/ Springer veröffentlicht.)
Ansprechpartnerin:
Miriam Dross
Öko-Institut e.V. Darmstadt
Bereich Umweltrecht
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Innenansicht: Tag der offenen Tür im Darmstädter Büro
Im „Jahr der Technik“ lässt sich das Öko-Institut e.V. am Freitag, 8. Oktober über die Schulter
schauen
Technik ist aus vielen Bereichen unseres Alltags nicht mehr wegzudenken. Um Technik einer breiten Öffentlichkeit
nahe zu bringen, veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative
Wissenschaft im Dialog und dem Deutschen Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine das Jahr der Technik 2004.
Vom 7. bis 10. Oktober steht Darmstadt im Mittelpunkt des Jahres der Technik. Mit einer Mischung aus Information,
Aktion und Unterhaltung können neue Einblicke in die Welt der Technik gewonnen werden. Auch das Darmstädter Büro
des Öko-Instituts e.V. lädt am Freitag, 8. Oktober von 9 bis 15.30 Uhr zum Tag der offenen
Tür.
Über Beamer-Präsentationen, Vorträge und im direkten Gespräch können sich Schülergruppen und interessierte
BürgerInnen, aber auch Mitglieder des Öko-Institut im Großraum Darmstadt darüber informieren, wie angewandte
Umweltforschung am Öko-Institut funktioniert. WissenschaftlerInnen stehen dabei Rede und Antwort und stellen
ausgewählte Projekte des Instituts vor. Zum Beispiel die neue Studie „Bioenergie – Nachwuchs für
Deutschland“ oder „Green Goal“, das Umweltkonzept für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in
Deutschland. Einblick gibt’s aber auch in das Thema Müll oder in die Frage „Kernkraftwerke –
Ist sicher sicher genug?“.
Interessierte Gruppen und BürgerInnen melden sich bitte bis zum 24. September beim Öko-Institut e.V. Freiburg,
Referat Öffentlichkeit & Kommunikation per E-Mail an Romy Klupsch, per Fax an 0761 / 47 54 37 oder per Telefon
unter 0761 / 45295-24. Weitere Informationen zum Jahr der Technik stehen im Internet unter www.jahr-der-technik.de.
Eine Übersicht über die Darmstädter Veranstaltungen finden Sie hier.
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Buchtipp: Wireless LANs
Jörg Rech über drahtlose Netzwerktechnologie und deren praktische Umsetzung im Detail
Wer sich intensiv mit der WLAN-Technologie auseinandersetzen möchte, wird mit dem umfassenden Werk
„Wireless LANs – 802.11-WLAN-Technologie und praktische Umsetzung im Detail“ von Jörg Rech
ausführlich informiert. Das Buch wendet sich in erster Linie an Profis wie technische Projektmanager,
Netzwerkingenieure und –administratoren, sowie an Studenten und Auszubildende der Netzwerk- und
Informationstechnik.
Der Autor erklärt die wesentlichen Unterschiede zwischen leitungsgebundenen und drahtlosen Netzwerktechnologien
und veranschaulicht praxisorientiert die Details der WLAN-Standards für eine konkrete Umsetzung. Ein eigenes
Kapitel ist dem Thema Sicherheit gewidmet und setzt detailliert auseinander, welche Angriffe auf ein
WLAN-Netzwerk möglich sind und wie man mögliche Gefahren von vorneherein verringern oder ganz ausschließen
kann.
Ein separates kleines Kapitel zu Beginn des Buches informiert den Leser über gesundheitliche Aspekte im
Zusammenhang mit elektromagnetischer Strahlung. Konkret wird empfohlen, den gesetzlichen Grenzwert um den Faktor
Hundert zu unterschreiten, das heißt einen Vorsorgewert einzuhalten. Praktisch kann dies zum Beispiel durch die
Einhaltung eines Mindestabstands von 60 Zentimetern zwischen Anwender und WLAN-Adapter geschehen.
Es wäre sinnvoll, diese praktischen Ratschläge weiter hinten im Buch nochmals zu wiederholen, dann nämlich, wenn
es um die konkrete Einrichtung von WLANs geht. Dem Praktiker können sie sonst leicht entgehen. An dieser Stelle
wären auch Hinweise zur Optimierung von Einrichtung und Nutzung der Netzwerke im Hinblick auf Energieeffizienz
wünschenswert. dq
Wireless LANs – 802.11-WLAN-Technologie und praktische Umsetzung im Detail
Rech, J.
(Verlag Heinz Heise 2004, 456 Seiten, 45 Euro)
Ansprechpartnerin:
Dr. Dietlinde Quack
Öko-Institut e.V. Freiburg
Bereich Produkte & Stoffströme
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Buchtipp: Staatlichkeit im Wandel – Aspekte kooperativer Umweltpolitik
Franziska Wolff betrachtet aktuelle Umweltpolitik in Theorie und Praxis
Atomausstieg mit oder gegen die Industrie? Emissionsgrenzwerte oder Zertifikatshandel? Konsens oder Konkurrenz im
Umweltföderalismus? Franziska Wolff, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Umweltrecht am Öko-Institut e.V.,
diskutiert in ihrem jetzt verlegten Buch „Staatlichkeit im Wandel – Aspekte kooperativer
Umweltpolitik“ das Für und Wider kooperativer Umweltpolitik unter den sich ändernden Bedingungen nationaler
und europäischer Staatlichkeit.
Der Band verknüpft die sozialwissenschaftliche Steuerungsdebatte mit einer Bestandsaufnahme deutscher
Umweltpolitik. Im Vordergrund stehen die Veränderungen umweltpolitischen Handelns und der Trend zu Kooperation,
Selbstregulierung und Anreizinstrumenten. Dafür wird der Bogen von der historischen Betrachtung über die
Diskussion steuerungstheoretischer Ansätze bis ins Hier und Heute der deutschen Umweltpolitik gespannt. Die
Autorin untersucht drei Dimensionen kooperativer Umweltpolitik in der Praxis: Formen gesellschaftlicher
Beteiligung, Steuerungsinstrumente und die institutionelle Verflechtung von Umweltpolitik „zwischen
Biberach und Brüssel“, zwischen Kommune und EU. Den Rahmen dieser umfassenden Governance-Analyse bildet die
Auseinandersetzung mit strukturellen Steuerungsbedingungen in der Umweltpolitik, unter die Problemeigenschaften
und -ursachen ebenso fallen wie Konfliktstrukturen, Interessen und Diskurse. Nicht zuletzt wird auch das
Spannungsverhältnis von kooperativer Umweltpolitik und demokratischer Legitimation angesprochen.
Das Buch bietet Umweltinteressierten und akademischem Publikum gleichermaßen eine aufschlussreiche Lektüre:
Unterlegt mit Beispielen verschafft es einen aktuellen Überblick über Inhalte und Strukturen deutscher, teils
auch europäischer Umweltpolitik, und führt zugleich in den Stand sozialwissenschaftlicher Umweltforschung ein.
Das Buch ist erschienen im Ökom-Verlag (ISBN 3-936581-37-2, 253 Seiten, 18,90 Euro), Waltherstr. 29, 80337
München und kann per E-Mail an kontakt@oekom.de bestellt werden.
Ansprechpartnerin:
Franziska Wolff
Öko-Institut e.V. Berlin
Bereich Umweltrecht
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Empfehlenswerte Webseite: Wise Uranium Project
Ausführliche und fundierte Informationen über die Auswirkungen der Urangewinnung
Als vor einigen Jahren in Rumänien und Spanien Dämme von Bergbauunternehmen brachen und sich mehrere Millionen
Tonnen belasteter Aufbereitungsschlämme in die Landschaft und die Flüsse ergossen, erkannte auch die
EU-Kommission: Die Auseinandersetzung mit den offenkundig ungenügenden und riskanten Sicherheitsstandards in der
europäischen Bergbauindustrie kann nicht länger warten. Schon wesentlich früher erkannte das Dilemma eine NGO und
thematisiert es seitdem auf einer Webseite, die man sich aus mehreren Gründen bookmarken sollte: www.antenna.nl/wise/uranium/.
Nicht nur Dammbrüche, das gesamte Spektrum der Auswirkungen der Urangewinnung wird auf der Webseite behandelt.
Seien es gesundheitliche Folgen bei der Bevölkerung und bei Beschäftigten, sei es die Entwicklung der
Uranbergbauindustrie oder die Verwendung von abgereichertem Uran (DU) in Kriegsmunition: Hier ist alles zum Thema
übersichtlich geordnet und stets auf dem neuesten Stand gehalten. Wie einer Webseite mit hohem
wissenschaftlich-technischem Niveau angemessen, kommt sie ohne grafisch verzappelten Flash-Firlefanz aus, ist
dafür schnell und bietet mit wenigen Mausklicks die gesuchten Informationen.
Leicht verdaulich ist das alles nicht. Dafür kann sich die Webseite rühmen, als eine der wenigen NGO-Projekte in
den Favoritenlisten der Uranexperten weltweit auf einem hohem Rang zu stehen. Dazu trägt mit Sicherheit auch bei,
dass sich dieses Projekt nicht den in der „Szene“ vorherrschenden Trends hingibt, auf Qualität der
Informationen achtet und sich der Themen nach Möglichkeit quantitativ annimmt. Insbesondere beim Thema DU fällt
das auf, aber auch bei den zahlreichen schlanken Java-getriebenen Calculatoren.
Empfehlung: Reinschauen und stöbern. Kleiner Tipp: Hier gibt es ein Faksimile der legendären Urschrift von
Michael Beleites zum Uranbergbau in der ehemaligen DDR. gs
Ansprechpartner:
Gerhard Schmidt
Öko-Institut e.V. Darmstadt
Bereich Nukleartechnik & Anlagensicherheit
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Umwelt und Bürokratie: KGV-Rundbrief für mehr Überblick im Planungsrecht
Infos für Kommunen, Bürgerinitiativen und Umweltgruppen / Nächste Ausgabe erscheint im September
Wer in der Bürokratie des technischen Umweltschutzes den Überblick behalten will, wer sich schnell über neue
Richtlinien und Verordnungen der EU, über neue Gesetze, Verwaltungsvorschriften oder neue VDI-Richtlinien
informieren möchte, dem kann der KGV-Rundbrief der Koordinationsstelle Genehmigungsverfahren (KGV) des
Öko-Instituts e.V. zur wichtigen Quelle werden. Die Schrift informiert umfassend über umwelttechnische und
rechtliche Aspekte zu den Bereichen Immissionsschutz, Abfallwirtschaft, Genehmigungsverfahren, Anlagensicherheit
und Bürgerrechte im Umweltschutz. Literatur- und Veranstaltungstipps sind ein weiterer Service. Der KGV-Rundbrief
erscheint einmal im Quartal, die nächste Ausgabe ist Ende August / Anfang September erhältlich.
Die Themen diesmal:
Die Koordinationsstelle Genehmigungsverfahren (KGV) wurde 1987 auf Initiative des Öko-Instituts e.V. zusammen mit
dem Arbeitskreis Immissionsschutz des BUND und zahlreichen Bürgerinitiativen gegründet. Sie informiert
BürgerInnen und Kommunen über alle Aspekte industrieller Anlagengenehmigungsverfahren sowie über die Auswirkungen
solcher Anlagen. Gleichzeitig versucht sie, die Bedingungen der Informationsbeschaffung für BürgerInnen in
Deutschland zu verbessern und dem Abbau von Bürgerrechten im Umweltschutz entgegenzuwirken. Die KGV initiiert und
fördert zudem Gesprächsrunden über Umweltthemen zwischen Firmen und Bürgern.
Ein kostenloses Probeexemplar des KGV-Rundbriefs kann schriftlich an Öko-Institut e.V. / KGV, Rheinstraße 95,
64295 Darmstadt, per E-Mail an kgv@oeko.de oder über die Instituts-Homepage
unter www.oeko.de/kgvweben angefordert
werden. Der Bezugspreis für Privatpersonen, Bürgerinitiativen, Umweltgruppen und Umweltverbände beträgt 20 Euro
jährlich inklusive Versandkosten, im Förderabonnement 40 Euro. Firmen, Behörden, Parteien, Berufs- und
Unternehmerverbände, Ingenieur- und Anwaltbüros zahlen 85 Euro, Mitglieder des Öko-Instituts, Mitgliedskommunen
und deren Behörden 42,50 Euro. pk
Ansprechpartner:
Peter Küppers
Öko-Institut e.V. Darmstadt
Bereich Umweltrecht
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Staatssekretärin Simone Probst zu Besuch im Öko-Institut Darmstadt
WissenschaftlerInnen bringen „mit viel Kreativität neue Konzeptionen auf den Weg“
„Natürlich ist das Öko-Institut ein Begriff,“, stellte Simone Probst, parlamentarische
Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), fest. Dennoch fehle
es manchmal an Zeit und Möglichkeiten, „ein Gefühl für eine Institution zu entwickeln“. Die Einladung
des Öko-Instituts e.V. in das Darmstädter Büro hat Simone Probst im Juli daher „dankend angenommen“
und versprach sich davon „neue Ideen für die Zusammenarbeit“. Geht es nach ihr, dürften diese in
Zukunft auch offensiv an das BMU heran getragen werden.
Simone Probst nutzte die Zeit, um sich über Organisationsstruktur, Ziele und Arbeitsinhalte des Instituts zu
informieren. Bei der Präsentation ausgewählter Projekte gewann die Staatssekretärin einen tieferen Einblick:
„Faszinierend am Öko-Institut ist die Vielfältigkeit der Arbeit auf der einen Seite. Auf der anderen Seite
ist es beeindruckend, wie es den MitarbeiterInnen gelingt, die wissenschaftliche Arbeit zu großen Themen
zusammenzuführen, zum Beispiel im Bereich erneuerbare Energien.“
Die vom Öko-Institut umgesetzte Umweltverträglichkeitsprüfung der Standort-Zwischenlager für abgebrannte
Brennelemente wertete Simone Probst als gutes Beispiel dafür, dass die WissenschaftlerInnen „mit viel
Kreativität neue Konzeptionen auf den Weg bringen“. Beeindruckt war Simone Probst auch von „Green
Goal“, dem Konzept für eine umweltfreundliche Fußballweltmeisterschaft 2006 und vom integrierten
Umweltkonzept für die Leipziger Olympia-Bewerbung: „Hier werden Maßstäbe gesetzt. Keine sportliche
Großveranstaltung in Deutschland kommt in Zukunft mehr um diese Standards herum.“ Am Beispiel der
umfassenden Studie zu den Potenzialen der Biomasse-Nutzung in Deutschland verdeutlichte Probst: „Wir
brauchen die Kooperation mit Instituten wie dem Öko-Institut und Szenarien wie die Bioenergie-Studie, die
belegen, dass angestrebte Ziele der Energie- und Klimaschutzpolitik tatsächlich erreicht werden
können.“
Ihr Fazit am Ende des Besuchs: Wegen seiner Professionalität in Kombination mit seiner Unabhängigkeit sei das
Öko-Institut für das BMU „ein hervorragender Partner, der uns in schwierigen Fragen wissenschaftlich zur
Seite steht. In der Politik sind wir auf solche Partnerschaften angewiesen und wir freuen uns auch, wenn neue
Ideen offensiv an uns heran getragen werden.“ kk
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Betriebliches Umweltmanagement in der Landwirtschaft
Workshop für Landwirte, Verwaltung und Berater am 16. September in Weil am Rhein
Politik und Gesellschaft verlangen von Landwirten eine möglichst naturnahe Produktion. Damit wächst auch der
Bedarf an Evaluierungsmethoden zur Bewertung landwirtschaftlicher Betriebe hinsichtlich ihrer
Umweltverträglichkeit. Vier methodische Ansätze auf Basis agrarökologischer Indikatoren – INDIGO, KUL/USL,
REPRO und SALCA – werden zur Zeit in einem gemeinsamen, grenzüberschreitenden Projekt in Deutschland,
Frankreich und der Schweiz evaluiert und miteinander verglichen. Ergänzend wurde in Südbaden die Methode
NATURBILANZ angewandt. Der Workshop „Betriebliches Umweltmanagement in der Landwirtschaft“ am
Donnerstag, 16. September im Trinationalen Umweltzentrum in Weil am Rhein bei Basel soll erste Ergebnisse
liefern, den Dialog zwischen allen betroffenen Akteuren pflegen und Meinungen für die Gesamtbeurteilung
einholen.
Er wendet sich an Landwirte, Verwaltung und Berater der Landwirtschaft. Gemeinsam soll die Frage beantwortet
werden, ob die untersuchten Verfahren für die Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Praxis, der Verwaltung und der
Gesellschaft geeignet sind. Veranstalter des Workshops ist das Institut Transfrontalier d’Application et de
Développement Agronomique, Grenzüberschreitendes Institut zur rentablen umweltgerechten Landbewirtschaftung.
Unter Leitung der Association pour la Relance Agronomique en Alsace ARAA, Schiltigheim, kooperieren im Projekt
das Öko-Institut e.V., das Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung IfUL, Müllheim, die Agroscope FAL
Reckenholz, Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau, Zürich-Reckenholz und das Institut
National de la Recherche Agronomique INRA, Colmar.
Anmeldungen nimmt bis 31. August das Institut für umweltgerechte Landbewirtschaftung (IfUL), Auf der Breite 7,
D-79379 Müllheim/Baden, unter Telefon 0(049) 7631 3684 –51, per Fax an 0(049) 7631 3684 –30 oder per
E-Mail an poststelle@iful.bwl.de entgegen. Die Teilnahmegebühr
beträgt 10 Euro bzw. 15 Schweizer Franken.
Ansprechpartnerin:
Ruth Brauner
Öko-Institut e.V. Freiburg
Bereich Biodiversität, Ernährung & Landwirtschaft
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Biotechnologie: Möglichkeiten, Gestaltungspotenziale und Wertvorstellungen
Fachkonferenz „Ergrünt die Biotechnologie?“ am 25. September in Berlin
Innovationen auf dem Gebiet der Biotechnologie gelten als Motor wirtschaftlichen Wachstums. Dabei wird leicht
vergessen, welche weiteren gesellschaftlichen Ziele mit Hilfe dieser Schlüsseltechnologie realisiert werden
können und welche Werte dabei berücksichtigt werden sollten. Die Bundesfraktion Bündnis 90/Die Grünen
veranstaltet am Samstag, 25. September in Berlin zu diesem Thema eine ganztägige Konferenz „Ergrünt die
Biotechnologie?“. Es werden zahlreiche biotechnologische Möglichkeiten und deren Gestaltungspotenziale
dargestellt und mit Blick auf gesellschaftliche Werte diskutiert. Vor allem der Selbstanspruch der Biotechnologie
soll hierbei überprüft werden. Im Rahmen der Konferenz gibt Carl-Otto Gensch, Koordinator des Bereichs Produkte
& Stoffströme am Öko-Institut e.V., einen Input zum Forum „Umwelt / Produktionsprozesse“.
Die Veranstaltung baut auf drei Grundsatzbeiträge von Renate Künast zum Thema „Ernährung“, von Margot
von Renesse zum Thema „Medizin“ und von Garabed Antranikian zum Thema „Umwelt /
Produktionsprozesse“ auf. Daran schließen sich drei Foren an. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion.
Die Konferenz wendet sich an Parlamentarier aus den verschiedenen Fraktionen sowie an die interessierte
Fachöffentlichkeit aus Industrie, Wissenschaft und Initiativen. Programm und Anmeldung bis 17. September unter
www.loske.de.
Ansprechpartner:
Carl-Otto Gensch
Öko-Institut e.V. Freiburg
Koordinator Bereich Produkte & Stoffströme
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I M P R E S S U M
Herausgeber
Öko-Institut e.V.
Institut für angewandte Ökologie
"Newsletter (Öko-Institut e.V.)"
ISSN 1614-2799
Redaktion
Referat Öffentlichkeit & Kommunikation
Christiane Rathmann
Katja Kukatz
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