Das Bürgerhaus in Freiburg-Vauban: "Haus 37"

In Freiburg-Vauban standen auf dem Konversionsgelände der ehemaligen Vauban-Kaserne eine ganze Reihe von mehrgeschossigen Häusern, die - anders als in der Vorstadt-Nord - weitgehend abgerissen und durch Neubauten ersetzt wurden. Eine wichtige Ausnahme ist das "Haus 37":

Dieses ehemalige Kasernengebäude wurde in weitgehender Eigenarbeit erhalten und "not"-saniert - es beherbergt jetzt u.a. die Geschäftsstelle des Forums Vauban, einen Kindergarten, eine Fahrradwerkstatt, Proberäume für Musikgruppen, eine Stadtteilküche...und es soll nun wirklich saniert und als echtes Bürgerzentrum für die Menschen in Vauban umgebaut werden - die Stadtteilbewohner haben sich viel zum künftigen Nutzungskonzept überlegt...

Im Zwischenbericht zum Forschungsprojekt wurde nachgerechnet, wie sich die Sanierung des Gebäudes mit einem Neubau als Passivhaus vergleicht - selbst bei dieser Extrem-Variante hatte die Sanierung wichtige Vorteile.  

Haus 37 ist nicht das einzige noch erhaltene Gebäude im Vauban - die Initiative SUSI hat schon mehrere Kasernen erhalten und das Studentenwerk ebenfalls einzelne Gebäude weitergenutzt.

Im Vermarktungsabschnitt III des Vauban, für den noch kein Baubeginn erfolgte, stehen noch drei der alten Kasernengebäude (vgl. Bild rechts), die noch als Übergangswohnheime für Asylbewerber und Aussiedler dienen - sie sollen jedoch abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden.
Auch hier böte die Sanierung - mit hochwertigem Energiestandard - einen größeren Beitrag zur Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts

Das Beispiel der Vorstadt-Nord in Neuruppin zeigt, wie stark sich eine konsequente Erhaltung und Sanierung von mehrgeschossigen Kasernengebäuden auf die Ressourcenbilanz auswirkt - bei vergleichsweise geringen Mehrkosten gegenüber dem konventionellen Neubau (siehe dazu den Zwischenbericht zum Forschungsprojekt sowie die Informationsmappe zu den Ergebnissen für Neuruppin).